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             Die Svetlinsche Nervenheilanstalt in Erdberg                                               

Offenbar bestand bereits 1848 in Erdberg ein Bedarf für die Einrichtung einer "Irrenanstalt". In diesem Jahr gründete Therese Pabst eine solche im Haus Erdbergstraße Conscr. Nr. 100, die 1878 von den beiden Nervenärzten Dr. Zimmermann und Dr. Wilhelm Svetlin übernommen wurde.

Ausschnitt (Ungargasse, Landstraßer Hauptstraße, Platzl, Erdbergstraße Conscr. Nr. 100 durch blauen Pfeil gekennzeichnet) aus Bezirksplan 1846

Als ab 1883 genau an der Stelle, wo sich dieses Haus befand, eine Straßenverbindung - die Sophienbrückengasse (heute Kundmanngasse) -hinunter zur Lände angelegt wurde, ließen die beiden Ärzte in der Leonhardgasse von Eduard Hauser einen Neubau errichten, der später von Eduard Frauenfeld erweitert wurde.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts bot die Anstalt Raum für 70 Kranke; im Südosttrakt gab es in jedem Stockwerk fünf Isolierzellen mit "Spezialeinrichtungen" für "unruhige" Kranke (zit. "Die Landstraße in alter und neuer  Zeit", Verlag Gerlach & Wiedling, Wien 1921).

Der Hinweis auf der Ansichtskarte aus dem frühen 20. Jahrhundert lautet: Leonhardgasse mit Dr. Svetlins Sanatorium

Offenbar war es in dieser Zeit verhältnismäßig einfach, jemanden in ein "Irrenhaus" einweisen zu lassen. Verbürgt sind jedenfalls die Einweisungen des Komponisten Hugo Wolf, des Schriftstellers Karl Wilhelm Meixner, des Politikers Carl Meißl sowie des Malers Carl Schuch bei Dr. Svetlin.

Jahrzehntelang hielt sich in Erdberg, wo das Haus übrigens wegen der beiden auffallenden Türme fälschlich als "Narrenturm" bezeichnet wird, die Mär, dass auch der populäre Schauspieler Alexander Girardi eine Zeitlang Patient bei Dr. Svetlin gewesen war, bis er sich dem Aufenthalt durch Flucht entzog.

Dabei werden zwei Tatsachen irrtümlich miteinander verknüpft. Girardis erste Ehefrau wollte Alexander tatsächlich bei Dr. Svetlin internieren lassen. Dieser beobachtete von einem Fenster seiner Wohnung die Festnahme eines Hausbewohners, der in Kleidung und Gehaben gerne den Schauspieler kopierte, durch die Svetlinschen Wärter, worauf Girardi in Begleitung eines Freundes zu seiner Kollegin Katharina Schratt flüchtete.
Ihrer Intervention bei Franz Joseph verdankte Girardi die Untersuchung seines Geisteszustandes durch gerichtlich beeidete Fachärzte, die ihm seine Normalität bestätigten.
Irgendwann prägte Girardi den Ausspruch

                   "Bist amal drin beim Svetlindann bist hin."

Im Sommer 2006 wurde von unserer Bezirksvorstehung an der Fassade des Hauses Leonhardgasse 3-5 eine Gedenktafel enthüllt, die an die Svetlinsche Nervenheilanstalt erinnert.

Bezirksvorsteher Hohenberger und sein Stellvertreter DI Zabrana enthüllen die Gedenktafel