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Robert Musil
und
"Der Mann ohne Eigenschaften"

Der in Klagenfurt geborene Schriftsteller Robert Musil (1880-1942) sollte Offizier werden, verließ aber die Militärakademie vor dem Abschluss und studierte an der Technischen Universität in Brünn, wo er 1901 sein Studium als Diplomingenieur beendete. Er arbeitete zwei Jahre als Assistent an der Stuttgarter Technik, bevor er ein Philosophiestudium in Wien begann.
1906 erschien sein erster Roman "Die Verwirrungen des Zöglings Törleß", in dem er seine Erlebnisse in der Militärakademie verarbeitete. Der erzielte Erfolg dieses Buches veranlasste ihn, als freier Schriftsteller und Journalist zu arbeiten.
Von 1911 bis 1914 - 1911 heiratete er Martha Heimann - war Musil Bibliothekar an der Technik in Wien. Den Ersten Weltkrieg erlebte er als Offizier an der italienischen Front.
Von 1919 bis 1921 wohnte Robert Musil im Haus Ungargasse 17. Während dieser Zeit war er vorübergehend als Beamter tätig. Trotzdem blieb er dem Schreiben treu und verfasste hier seine Erzählung "Der Vorstadtgasthof", mit der er der
Goldenen Birn auf der Landstraßer Hauptstraße ein Denkmal setzte.

1921 übersiedelte das Ehepaar Musil in die Wohnung im Haus Rasumofskygasse 20, wo vor einigen Jahren eine Robert-Musil-Gedenkstätte eingerichtet wurde und an dessen Fassade eine Gedenktafel an den Schriftsteller erinnert.
Hier entstanden seine Dramen "Die Schwärmer" (1921) und "Vinzenz oder die Freundin bedeutender Männer" - als Vorbild der Alpha diente ihm seine Literaturfreundin Gina Kaus - (1924) sowie sein großer Roman "Der Mann ohne Eigenschaften" (1926).
Das Ehepaar emigrierte 1938 in die Schweiz, wo Robert Musil in Genf am 15. April 1942 starb.

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