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Leopold Figl, wohnhaft Wien III

Der erste Bundeskanzler der Zweiten Republik und Staatsvertrags-Außenminister Dipl. Ing. Dr. hc Leopold Figl (1902-1965) wohnte von 1937 bis 1946 im Haus Kundmanngasse 24, woran eine Gedenktafel erinnert.

Nach Absolvierung der Hochschule für Bodenkultur wandte sich Dipl. Ing. Figl der Politik zu und war ab 1933 Direktor des NÖ Bauernbundes.
1938 wurde er von den Nationalsozialisten verhaftet und 1944 ins KZ Dachau gebracht. Dem Vollzug des Todesurteils knapp vor Kriegsende entging er durch die Befreiung Österreichs.

Leopold Figl war Mitbegründer der ÖVP, deren Obmannstelle er von 1945 bis 1951 bekleidete. Am 20. Dezember 1945 wurde er Bundeskanzler und blieb Regierungschef in der schwierigen Zeit der Besatzung Österreichs bis 1953. In diesem Amt nahm er eine ähnliche ablehnende Position wie übrigens auch der damalige sozialdemokratische Innenminister Oskar Helmer zur Rückkehr und der sogenannten "Wiedergutmachung" für 1938 aus Österreich emigrierte jüdische Personen ein. Sein Ausspruch, die "Exilanten" hätten es in ihren "Clubsesseln" weit besser gehabt als die daheim gebliebenen Österreicher, zeigt seine diesbezügliche Haltung.
Von 1953 bis 1959 war Leopold Figl Außenminister. In diesem Amt trug er wesentlich zum Abschluss des österreichischen Staatsvertrages im Jahre 1955 bei.
1959 wurde er zum Präsidenten des Nationalrates gewählt. Nach dem Ende dieser Funktion im Jahre 1962 war er bis zu seinem Tod n.ö. Landeshauptmann.

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