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          Der Schlachthof St. Marx 

Als 1797 die Grabungsarbeiten für das Hafenbecken des Wiener Neustädter Kanals vor dem Invalidenhaus begonnen wurden, waren die Tage des Rindermarktes am "Ochsengries" vor dem Stubentor gezählt; der Markt übersiedelte hinaus nach St. Marx, wo er nun zwischen dem Versorgungshaus und dem Linienwall unter dem Namen "Vieh-Aufschlagsamt" abgehalten wurde.

Rechts vom Wr. Neustädter Kanal erkennt man zwischen der großen Anlage des St. Marxer Versorgungshauses und dem Linienwall das "Vieh-Aufschlagamt"

Zum Viehmarkt  trieb man die Rinder wie zuvor zum Ochsengries weiterhin zu Fuß; nach Passieren des Linienamtes konnten sie verkauft werden.

Rinder passieren das Linienamt des Vieh-Aufschlagamtes

Zwischen 1846 und 1851 wurde dann an der heutigen Stelle Schlachthausgasse / Viehmarktgasse das erste Schlachthaus erbaut.
Der Zentralviehmarkt für den Verkauf von lebendem Großhornvieh und geschlachtetem Klein-vieh entstand 1879 bis 1884, vor dessen Eingang die noch heute erhaltene Sandsteingruppe "Stiere" von Anton Schmidgruber (1837-1909) errichtet wurde.

Toranlage in der Viehmarktgasse

1910 folgten die Errichtung des Schweineschlachthofes und 1916/17 des Auslandsschlachthofs, der 1920 bis 1922 erweitert wurde.
Um 1970 wurden die Schlachthöfe geschlossen, weil an der äußeren Baumgasse inzwischen das moderne Fleischzentrum St. Marx errichtet worden war.

Toranlage des ehem. Schweineschlachthofes; der hohe Schornstein gehörte zur Kraft- und Heizanlage

1976 kam es durch die Arena-Bewegung zur Besetzung der damals bereits aufgelassenen Schlachthofanlage.

In den Schlachthöfen hatten  Lohnschlächter gearbeitet. Dieser Berufsstand war nach alter sozialdemokratischer Tradition sehr kulturbeflissen. Schon sehr früh richteten sie eine Werksbibliothek ein, und 1926 gründeten sie, von den Bemühungen des Komponisten Anton von Webern inspiriert, einen Musikverein. Das Orchestermitglied Franz Blaha komponierte die Lohnschlächter-Rhapsodie, die bei einem Wettbewerb in der Wiener Stadthalle uraufgeführt wurde. 

Titelblatt der Festschrift "50 Jahre Lohnschlächterkapelle"

Die Geselligkeit wurde ganz groß geschrieben; der Bogen reichte von gemeinsamen Wanderungen und Schi-Meisterschaften auf dem Semmering und der steirischen Veitsch, über Fußballspiele auf dem Freudenauer oder dem alten LAC-Platz bis zu alljährlich durchgeführten Festen,  wie den beliebten Kinderbällen und Kinder-Krampuskränzchen beim Amon in der Schlachthausgasse oder beim Kohout hinter den Gasometern in Simmering und dem Lohnschlächter-Kirtag beim Wimberger.
Zur Geschichte des St. Marxer Schlachthauses verweisen wir auf: www.wien.gv.at/stadtentwicklung/erdberger_mais/hist_stm.htm#zwischentitel6