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Bezirksmuseum Wien3 Blog

Hier berichten wir über das Geschehen aus dem Bezirksmuseum Landstraße, gemeinsam mit Freunden unseres Museums

Anton Kuh (1890-1941), Jounalist, Essayist und “Sprechsteller”

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Landstraßer/innen, über die man auch noch heute (manchmal) spricht.

 

Der Autor Anton Kuh

Der an der Weißgerber Anschrift Matthäusgasse 5 geborene Kaffeehausliterat Anton Kuh entstammte einer Prager Journalistenfamilie, der seine Artikel - Satiren und Prosastücke, in denen er sich als Pazifist und Demokrat kritisch mit seiner Zeit auseinandersetzte - nicht nur unter seinem Namen sondern auch unter dem Pseudonym Yorick veröffentlichte. Er würdigte als einer der ersten die Bedeutung seines Zeitgenossen Franz Kafka und warnte schon in den Zwanzigerjahren seherisch vor dem Mitteleuropa drohenden rechten Faschismus.

Seine Stegreifreden, die von vielen seiner Bewunderer gestürmt wurden - unter anderem hielt er im Jahre 1926 im Wiener Konzerthaus die denkwürdige Rede Der Affe Zarathustra, in der er sich polemisch mit Karl Kraus, dessen Eitelkeit und Publikumsverachtung auseinandersetzte - veranlassten Kurt Tucholsky ihn als Sprechsteller zu bezeichnen. Zwei Wochen vor dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht in Österreich - dem so genannten Anschluss - fragte er in seiner letzten Veranstaltung : “Sind die Juden intelligent?” und setzte fort: “Wenn ja, rettet Euch. Es ist höchste Zeit!”

Kuh lebte 1928 bis 1933 in Berlin, nach der Machtübernahme durch die Nazis wechselte er zwischen Prag und Wien, wo er im ehemaligen Hotel Beatrix - Landstraßer Hauptstraße 10 - ein Dauerzimmer gemietet hatte.

1938 emigrierte Anton Kuh in die USA - die Nazis bezeichneten ihn als Kulturbolschewik - und starb er in New York.

Es gibt leider keine Gedenktafel für den bedeutenden Literaten in unserem Bezirk; seit 2002 erinnert wenigstens der Anton-Kuh-Weg an ihn.

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Guest
Guest Saturday, 14 December 2019

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Wie kann ich hier Blogger werden
A

BloggerUm selber Blogger zu werden, müssen Sie registriert sein. Als Forscher oder als Museumsleiter. Oder als Mitarbeiter, oder auch als Freund eines Museums. Sie haben sicher gemerkt, dass es Maler, Autoren hier z.B. gibt. Sie werden dann vom Administrator freigeschalten.

Q
Kann ich in mehreren Kategorien schreiben
A

Ja, bitte dazu eine Meldung an den Webmaster (webmaster@forschmit.at) schreiben mit der Wunschkategorie

Q
Wie schreibe ich einen Blog?
A

Worum geht es: einem Blogger sollte daran gelegen sein, dass seine Artikel nicht einfach nur gelesen, sondern auch gern gelesen werden. Es kann also nicht schaden, ein paar Grundsätze für gutes und verständliches Schreiben zu beachten. Ich persönlich verwende dafür die Bücher Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben von Rene J. Cappon und Journalistisches Schreiben von Roy Peter Clark, die ich beide nur empfehlen kann (siehe Bilder rechts). Ein paar Grundregeln:

  • Finde eine passende Überschrift: die Überschrift ist das Aushängeschild deines Artikels. Ein Besucher entscheidet meist anhand der Überschrift und der ersten Zeilen, ob er den Artikel lesen wird oder nicht. Ein Tipp, der bei mir funktioniert: ich schreibe erst den Artikel, und danach überlege ich mir die Überschrift. Wenn der Artikel schon fertig ist, fällt es meist viel leichter, eine passende Überschrift zu finden.
  • Strukturiere deinen Text: ein guter Artikel sollte ein klar umrissenes Thema besitzen, das aus der Überschrift deutlich hervorgeht. Längere Texte sollten in thematische Abschnitte mit Teilüberschriften gegliedert werden.
  • Sei transparent: viele Leser möchten gern wissen, wessen Artikel sie da gerade lesen. Dieses Wissen hilft, das Gelesene besser in das persönliche Weltbild einzuordnen. Also: mache in deinem Blog und ggf. in deinem Artikel deutlich, wer da gerade schreibt.
  • Lege Wert auf den Anfang und das Ende des Artikels: bei einem Artikel verhält es sich wie bei einem Vortrag – sofern der Anfang und das Ende begeistern, werden die meisten Leute den Vortrag positiv in Erinnerung behalten. Bei einem Blogartikel bietet es sich zudem an, seine Leser zur aktiven Teilnahme aufzufordern, z.B. indem sie ihre Meinung zu dem gelesenen Thema in die Kommentare schreiben. Merke: wer einen Artikel kommentiert, kommt wieder!

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