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Bezirksmuseum Wien3 Blog

Hier berichten wir über das Geschehen aus dem Bezirksmuseum Landstraße, gemeinsam mit Freunden unseres Museums

aus unserer Bildersammlung DENKMÄLER im Internet

Belvedere barockmuseum march georg raphael donner

 Georg Raphael Donner - aus dem Belvedere Barockmuseum

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hier um alle Statuen aus Wien 3 zu betrachten.

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An der Stelle eines älteren Stegs wurde dort 1868 ebenfalls als Holzkonstruktion eine Brücke errichtet, die nach dem Hauptzollamt - erbaut 1840 bis 1844, Architekt Paul Sprenger - benannt wurde. Sie kreuzte  in schrägem Winkel die den Wienfluss überquerende Stadtbahnbrücke - Konstrukteur Otto Wagner - (Verbindung der Wiental- zur Donaukanalstrecke). Im Jahr 1900 wurde dann die Zollamtsbrücke - Konstrukteur Martin Paul, für die künstlerische Ausgestaltung waren Friedrich Ohmann und Josef Hackhofer verantwortlich - durch einen eisernen Fußgängerübergang ersetzt, der als Zollamtssteg bezeichnet wird.

Sehen Sie weitere Bilder dazu in unserer Online-Bilderdatenbank

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Die Wiener Stadtarchäologen zeigen in unserem Bezirksmuseum mit dem Eröffnungszeitpunkt 16. September 2011 eine Ausstellung von Fotos zu den wichtigsten Grabungen mit dem Schwerpunkt ASPANGGRÜNDE oder wie das Gebiet auch manchmal genannt wird EUROGATE.

Ich erzähle Ihnen heute von einem leider verschwundenen Fund. Unsere Landstraßer Hauptstraße entspricht im Großen und Ganzen dem Verlauf der ehemaligen bis zu 14 Metern breiten Limesstraße. An der heutigen Einmündung der Schlachthausgasse wurde 1588 in einem zum ehemaligen Bürgerspital - heute Landstraßer Hauptstraße 173-175 - gehörenden Weingarten ein römischer Meilensteingefunden, der wohl verloren ging, aber dessen Inschrift glücklicherweise erhalten blieb. Sie lautete in deutscher Übersetzung:

DEM KAISER UND THRONFOLGER P. LICINIUS CORNELIUS VALERIANUS (Anm. 253-259 n. Chr.) FÜHRER DER STAATSJUGEND. ER HAT DIE STRASSEN UND ALTERSZERFALLENEN BRÜCKEN WIEDERHERGESTELLT. NACH VINDOBONA 2000 SCHRITTE. (Anm. Doppelschritte zu 1,50 m = 3 km).

Mit großer Wahrscheinlichkeit kreuzte hier eine vom Munizipium kommende zur Donau führende Straße die Limesstraße. Übrigens entdeckten die Archäologen erst vor kurzem ein Stück Römerstraße im Bereich der Aspanggründe, die in diese Richtung führt. Das untermauert meine Annahme.

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die Balettmeisterin

Ich beginne den Reigen mit Josephine Weiß (1804-1852), einer Ballettmeisterin aus der Biedermeierzeit. Sie trainierte in den Vierzigerjahren des 19. Jahrhunderts das Kinderballett des Josefstädter Vorstadttheaters und wurde mit ihren Schutzbefohlenen zu einer Tournee nach Süddeutschland eingeladen. Ein Engagement folgte dem andern, und schließlich waren die Künstler 1846 in London. Hier erhielten sie eine Einladung nach Amerika. Die "Allgemeine Theaterzeitung" vom 12. Oktober 1946 berichtete davon, dass das Schiff, mit dem die Überfahrt durchgeführt wurde, strandete und erst nach längerer Zeit die Fahrt fortsetzen konnte. Die Erfolgssträhne hielt auch in den Vereinigten Staaten an, und 1850 findet man die unternehmungslustige Frau mit einem Ballett - die ursprüngliche Truppe musste immer wieder durch Kinder aus den Ländern, wo sie gastierte, aufgefrischt werden - in Philadelphia, von wo Frau Weiß als wohlhabende Frau nach Europa zurückkehrte und für sich und ihren Ehemann, den Bassisten Eduard Lorenz Weiß, den "Wällischhof" in Brunn am Gebirge kaufte.
Sie konnte sich ihres Reichtums nicht lange erfreuen, weil sie schon 1852 starb. In meinem neuen Buch Der St. Marxer Friedhof, das nun bei uns im Museum aufliegt, findet der Leser eine Vielzahl solcher G'schichterln. Ich habe es aber auch bewusst als Hilfe für Besucher des Friedhofs gestaltet.

Übrigens können Interessenten dieses Buch auch im Onlineshop erwerben.

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Am Freitag, dem 6. Mai 2011 werden wir um 19:00 Uhr drei neue interessante Ausstellungen eröffnen.

ESTEPLATZ

Die rührige Initiatorin der KulturAXA Wien, Frau Caroline Fekete-Kaiser, bringt uns die Ausstellung eBook ESTEPLATZ, Kunstblicke & Kulturelles. Der Bezirksvorsteher Stv. DI Rudolf Zabrana schrieb im Vorwort unter anderem dazu:

Die KulturAXE - personifiziert als Frau Fekete-Kaiser - als kultureller Fixstern der inneren Landstraße, überrascht uns seit Jahren immer wieder mit Innovativem. Zur jüngsten Errungenschaft - dem zeitgeistigen eBook - mit kommunalen Schwerpunkten darf die Bezirksvorstehung herzlich gratulieren: Ist doch die Beschäftigung mit der Geschichte, dem identitätsstiftendenden Esteplatz, eine Voraussetzung für die von der KulturAXE initiierten Vorschläge zur Weiterent- wicklung des Environments.

Unsere Archivarin Ingeborg Steyer hat seit Jahrzehnten eine enge Beziehung zum Zirkus Roncalli. Anlässlich des 35. Geburtstages desselben zeigt sie ihre Ausstellung. Sie gründete 1981 im 3. Bezirk ihren Kulturverein, dem sie den Namen Ronvcalli gab in Erinnerung an ihre Zirkuszeit. In diesem Verein versucht sie junge Künstler zu fördern In ihrer Ausstellung zeigt sie Aquarelle von zwei ihrer Schützlinge: Sylvia Fink und Harald Grubmüller.

DI Michael Martischnig von der Österreichischen Akademie der Wissen- schaften  befasst sich seit vielen Jahren mit dem Leben und Werk  des Landstraßer Malers Anton von Kenner (1871-1951), der in der
Kundmanngasse mit seiner Frau, der Künstlerin Berta und seiner Tochter, der Archäologien Hedwig, gewohnt hat. Prof. Kenner hat fast ein halbes Jahrhundert an der Kunstgewerbeschule, der heutigen Universität für angewandte Kunst, mehrere Fächer unterrichtet und war Lehrer von mehreren hundert Studenten, u. a. Oskar Kokoschka, Anton Kolig und den Zwillingen Hans und Leo Frank. In Kürze erscheint von Michael Martischnig eine umfangreiche Publikation über diesen Künstler, wovon ein Auszug während der Eröffnung seiner Ausstellung präsentiert wird. Unter den zahlreichen Gemälden unserer Gedenkschau zeigt der Autor eines der interessantesten Kenner-Bilder - "Sprichwörter" - auf dem der Künstler verschiedene historische und heute noch bekannte deutsche Sprichwörter und Redensarten in figuralen Darstellungen festhielt; wer im Rahmen der Eröffnung die meisten Sprichwörter findet, erhält das geplante Buch nach Erscheinen als Geschenk (Kontakt: Österreichischer Kunst- und Kulturverlag, 1040, Freundgasse 11, Tel: 587 85 51, This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.). Die beiden Kenner-Bilder "Sprichwörter" und "Speisennamen" sind im Blog- beitrag Anton von Kenner, ein Landstraßer Maler zu sehen.

Der Forscher erarbeitet ein möglichst komplettes Werkverzeichnis des Künstlers und bittet, Besitzer von Kenner-Bildern sich bei obiger Anschrift zu melden; völlige Diskretion wird garantiert.

Alles in allem ist es uns wieder gelungen, eine bunte Mischung zusammen- zustellen, um die Interessen verschiedenster Personen anzusprechen.

Diese Präsentationen bleiben in unserem Bezirksmuseum ebenso wie die bereits anlässlich des TAGES DER WIENER BEZIRKSMUSEEN ab Sonntag, dem 20. März 2011 gezeigte Schau GROSSSTADTKINDER bis einschließlich Sonntag, dem 19. Juni 2011 bei freiem Eintritt zugänglich.

Unsere Öffnungszeiten sind Mittwoch von 16:00 bis 18:00 und Sonntag von 10:00 bis 12:00 Uhr.

Wir freuen uns über Ihren Besuch.

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Hanuschdenkmal f HanuschhofDer Hanuschhof in Erdberg, der sich zwischen Ludwig-Koeßler-Platz 4, Lechnerstraße 1-3, Dietrichgasse 59-63, Drorygasse 19-23 und Erdberger Lände 50-54 befindet, ist für dieses Kapitel ein passendes Beispiel. Vor Erbauung dieser städtischen Wohnhausanlage nach Plänen von Robert Oerley zwischen 1923 und 1925 befanden sich dort - die Grundstücke waren im Besitz der Gemeinde Wien - der Lagerplatz einer holzverarbeitenden Firma und an Einzelpersonen verpachtete Kleingärten aus der Zeit des Ersten Weltkrieges.
Im ersten Hof, den man vom Ludwig-Koeßler-Platz her erreicht, befindet sich die 1926 enthüllte bronzene Kolossalstatue eines Athleten des Bildhauers Karl Gelles. Die Figur scheint in ihrem Rücken andrängende Gestalten abwehren zu wollen, womit der Künstler die Schwierigkeiten ausdrückte, denen Ferdinand Hanusch bei der Durchsetzung der von ihm initiierten Sozialgesetze ausgesetzt war. Auf einem Steinsockel  findet man die aufklärende Inschrift Dem Schöpfer des modernen Arbeitsrechtes von den Arbeiterkammern Österreichs gewidmet. Schon im Jahr 1934, also zu Beginn der Epoche des österreichischen Ständestaates, wurde das Denkmal entfernt, irgendwo gelagert und offenbar 1941 eingeschmolzen. Glücklicherweise konnte nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges die ursprüngliche Gußform bei den Wiener Metallwerken gefunden werden, was es dem Bildhauer Rudolf Schmidt ermöglichte, ein neues Denkmal zu gestalten, das 1954 aufgestellt wurde.

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Römischer Votivstein

An der Ecke des derzeitigen Hauses Rennweg 11 / Marokkanergasse 22 wurde 1843 ein spannender Fund gemacht. Es handelt sich um einen Votiv- bzw. Gelübdestein, der auf den Verlauf der römischen Munizi- palstraße (heutiger Rennweg) verweist.
Der Stein zeigt links einen Opferkrug und an der rechten Seite eine Schale. Seine teilweise stark zerstörte Inschrift wurde vom Althistoriker und klassischen Archäologen Wilhelm Kubitschek (1858-1936) entziffert: MERCURIO SACRO. M. CUSSIUS SEVERUS VOTUM SOLVIT LIBENS LAETUS MERITO (Dem Merkur geweiht. M. Cussius Severus hat sein Gelübde nach Gebühr gern und freudig erfüllt).
Die Römer stellten nämlich ihre Wege unter den Schutz von Gottheiten. Da ihnen besondere Straßenknotenpunkte als heilig galten (locus sacer), errichteten sie an solchen Stellen dem Schutzgott - in diesem Fall Merkur - Votivsteine. Trafen zwei Wege zusammen, so stand diese Wegkreuzung wie diese Stelle unter dem Schutz des Merkur, der als der Beschützer der "Zweiwege" (bivia) galt; die "Dreiwege" (trivia) waren der Göttin Diana heilig.
Das Original befindet sich im WIEN-MUSEUM.

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Ab Freitag, 6. Mai 2011 zeigen wir unter anderem die von Michael Martischnig, dem Besitzer des Kunst- und Kulturverlags, gestaltete Jubiläums- und Gedenkausstellung zur Person des Landstraßer Malers Anton von Kenner (1871-1951), der im Haus Kundmanngasse 26 daheim war.
Der Künstler war übrigens der Neffe des Direktors der ehemaligen Münz-, Medaillen- und Antikensammlung im Unteren Belvedere Friedrich von Kenner (1834-1922). Anton von Kenner war ein vielseitiger Künstler; er schuf Porträts und Landschaftsbilder, beschäftigte sich aber auch mit der Emailkunst und entwarf sowohl Möbel als auch Patisserien. Eine Besonderheit Kenners war seine Vorliebe für das Märchenhafte und Skurille, der man beim Betrachten seiner Rätselbilder begegnet.

Sprichwoerter

Viele seiner Arbeiten befinden sich im Brunner Heimathaus, Leopold-Gattringer-Straße 34, Brunn am Gebirge. Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass sein einziges Kind, Hedwig von Kenner (1910-1993), Ordinaria für Archäologie an der Wiener Universität war.

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... der, wie ich glaube, leicht erfüllbar wäre, wenn sich einige andere "Närrische" fänden, die gemeinsam mit mir ein neues Projekt beginnen würden. Ich fände es spannend, wenn wir im dritten Bezirk nach und nach die ehemalige wirtschaftliche Infrastruktur aufzuarbeiten beginnen würden. Dabei wäre der Ausdruck des Lehmann-Adressenverzeichnisses, das aus dem Jahr 1937 stammt und glücklicherweise ein Bestandteil unseres Archivs ist - damals gab es noch den Fleischhauer und Kohlenhändler, den Schuhmacher, Schlosser, Spengler und das Papierwarengeschäft, die Trafik und den Friseur, den Grünwarenhändler und Greißler um die nächste Ecke - eine mögliche Hilfe. Ich habe mit der schriftlichen Vorarbeit bereits begonnen, die als Grundlage dienen kann. Einige Personen - und um es gleich zu sagen, je mehr desto besser - müssten sich der aufwändigen Beschäftigung unterziehen und einen Häuserblock nach dem anderen begehen, mit dort hoffentlich noch ansässigen Menschen plaudern und die Ergebnisse notieren. Ich glaube, dass eine solche Aufarbeitung der infrastrukturellen Vergangenheit eines ganzen Bezirks noch nirgends in Wien angegangen wurde. Vielleicht erfüllt sich mein Wunsch?
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Für uns ist es heute selbstverständlich, da und dort auf den Strecken, die wir täglich zu Fuß zurücklegen, eine Plastik zu sehen, ohne über das Zustandekommen derselben nachzudenken.

Das älteste dieser Kunstwerke, die von der Stadt Wien finanziert wurden, ist der Providentiabrunnen - wir nennen ihn allgemein  "Donnerbrunnen" - auf dem Neuen Markt. Das war 1737 eine Sensation, als die damalige Stadtverwaltung mit Georg Raphael Donner, der, um es der Vollständigkeit halber zu bemerken, zuletzt im Haus Marokkanergasse 3 wohnte, wo es auch eine Gedenktafel gibt, Verhandlungen über die Errichtung eines künstlerisch gestalteten Brunnens führte. Felix Czeike schreibt dazu in seinem "Historischen Lexikon Wien": Es handelte sich dabei um den ersten künstlerischen Auftrag mit profanem Charakter für einen öffentlichen Platz Wiens. Erfreulicherweise wurde dieses Denken bald zur Tradition.

Ich werde  Ihnen hier laufend Kunstwerke und die Menschen, die diese gestalteten, vorstellen, die sich im dritten Bezirk befinden.

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Neolithische Wohngrube 4Anlässlich des Umbaues der ehemaligen Staatsdruckerei zu dem nunmehrigen Nobelhotel mit der Anschrift Rennweg 16 stießen die Archäologen im Hof des seinerzeitigen Gebäudeses auf drei übereinander liegende archäologische Schichten, deren unterste als Wohngrube aus dem Neolithikum - Zeit der späten Glockenbecherkultur -identifiziert wurde.

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SpitzgrabenDiesmal möchte ich von einem der vielen Zufallsfunde berichten. Im Jahr 2005 wurden in der Klimschgasse einige alte, nicht unterkellerte Wohnhäuser aus dem 19. Jahrhundert wegen bevorstehender Neubauten abgebrochen.
An der Anschrift Klimschgasse 19 wurden einige Römerfunde gemacht, aber den spektakulärsten Fund gab es auf Nummer 40. Mit dem hier entdeckten römischen Spitzgraben war die nördliche Begrenzung der römischen Munizipalstadt gegeben. In den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung - auch die frühmittelalterlichen Erdburgen, wie beispielsweise die auf unserem Bezirksgebiet wahrscheinlich im Bereich des heutigen Fiakerplatzes befindlich gewesene - wurden Siedlungen aus Gründen der Verteidigung mit solchen Gräben, die an den Außenseiten mit Palisaden versehen waren, umgeben.

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Außer unserem Bezirksteil ERDBERG gibt es noch zwei weitere Ortschaften mit demselben Namen: Erdberg bei Poysdorf in Niederösterreich und Erdberg in Mähren, das heute Hrádek u Znojma heißt. Am 16. September 2011 eröffnen wir eine Ausstellung mit dem Titel

ERTPURCH ³ - DIE 3 ERDBERG

Erdburg Bild

Interessant ist nämlich, dass die Ortsnamen dieser beiden anderen Gemeinden im Mittelalter ebenso wie unser Bezirksteil gleichen Namens "Erpurch" bzw. "Ertpurch" hießen, weil sich diese Bezeichnungen von einer im frühen Mittelalter jeweils dort befindlichen Erdburg (= Motte) ableiteten.

(Hier Beispiel einer Erdburg)
Eine weitere Übereinstimmung findet sich in der Tatsache, dass die katholischen Kirchen in den drei Gemeinden den beiden Heiligen Petrus und Paulus geweiht sind. In der Ausstellung werden wir uns sowohl mit der Geschichte, der Wirtschaft und dem Alltagsleben in diesen drei Gemeinden vergleichend befassen.

Querschnitt einer Erdburg:

erdburg querschnitt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Ich stehe auf dem Standpunkt, dass auf der Landstraße lebende Künstlerinnen und Künstler die Möglichkeit haben sollten, ihre Werke bei uns kostenlos zu präsentieren. Derzeit können sich unsere Besucher an einer Auswahl der Bilder der in den USA geborenen Odile Skarnes und der gebürtigen Spanierin Marta Mendéz Delgado erfreuen. Die Ausstellung der beiden miteinander befreundeten Künstlerinnen ist sehenswert und kann noch bis einschließlich Sonntag, 24. April 2011 besucht werden. (Bild: Marta Mendéz Delgado)

2 weitere Bilder von Marta Mendéz Delgado

blog mendez delgado

 

 

blog mendez delgado

 

 Präsentation 3 Bilder von Odile Skarnes

 

Skarnes IMG 0428

blog skarnes

 

 

Skarnes

 

 

 

 

 

 

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heute aus unserer Internet-Bilderdatenbank. Sie sehen hier 3 Beispiele des ehemaligen sog. Hetztheaters als Voransicht.

Hetzgasse 02 Brand des Hetztheaters 1796 Hieronymud Loeschenkohl

Hetzgasse 02 Ehem Hetztheater Aquarellierter StichHetzgasse 02 Hetztheater Detailszene Bild Unbekannt

 

 

 

 

 

 

 

 

Erbaut wurde es von Lafraine, existierte zwischen 1755 und 1796, und wurde durch einen Brand zerstört.
Sie finden viele andere Bilder zum Theater in der Photo Galerie unter "Wien 3 Kunstwerke".
Mit der Suche-Funktion (Lupensymbol) können Sie sich Ihre eigene Sammlung zusammenstellen. Einfach einen oder mehrere Begriffe eingeben und damit werden alle vorhandenen Galerien durchsucht. Wir freuen uns über Ihren Besuch. Es sind bereits mehr als 7.500 Bilder aus unserem Bezirksarchiv veröffentlicht.

Mit dem Kauf eines Bildes (im integrierten Online-Shop) unterstützen Sie unser Museum bei der laufenden Arbeit. Hier der Link zum Album

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BauchrednerIm Google wird die Bezeichnung Ventriloquist mit den lateinischen Wörter venter = Bauch und loqui = reden erklärt.

Gestern besuchte mich Prof. Heinz Thiel, der sich mir als Bauchredner mit Theologiestudium vorstellte.
Im Gespräch erklärte er sich bereit, kostenlos bei Museumsaktivitäten mitzuwirken. Herr Thiel übergab mir Zeitungsausschnitte, die über seine artistischen Aktivitäten berichten und Kopien von Zertifikaten, die er als Künstler in den USA erhalten hatte sowie einige Fotos.
Was es nicht alles gibt!

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Am Sonntag, dem 20. März 2011 gab es in allen Wiener Bezirksmuseen wie jedes Jahr im Frühling den TAG DER WIENER BEZIRKSMUSEEN. Im heurigen Jahr stehen die Ausstellungen unter dem Generalthema GROSS-STADTKINDER. Wir zeigen auf drei Tafeln Fotos aus dem Leben Landstraßer Kinder.

Auf der Tafel JAHRESKREIS sehen die Besucher Fotos von der Eröffnung eines Kindergartens in Erdberg, den seinerzeit im 3. Bezirk legendären "Pfeiferlzug" der Fasanviertler Roten Falken und zwei Fotos, auf denen der in einem KZ der Nazis verstorbene Jura Soyfer als junger Mann zu sehen ist.

Die zweite Tafel trägt den Titel KINDERSPIELE: Planschen im Wiener Neustädter Kanal und im ehemaligen Kinderfreibad im Arenbergpark, Turnübungen auf dem Erdberger "Schwabentonerlberg" und natürlich Ringelreihen sowie die beliebte Sandkiste sind hier zu sehen.

Der letzten Tafel haben wir dem Thema KINDERELEND AUF DER LANDSTRASSE gewidmet. Wir zeigen die 1. Wiener Kleinkinderbewahranstalt in der Steingasse und ihre Entstehungsgeschichte, das historische Mautnersche Kinderspital in der Schlachthausgasse und weisen auf die hohe Sterblichkeitsquote von Kindern im 18. und 19. Jahrhundert hin. Die apathischen Gesichter auf Kindergruppenfotos aus der Zeit des 19. Jahrhunderts sprechen Bände.

Dazugehörige Plakate zum Herunterladen: Jahreskreis, Kinderelend, Kinderspiele Diese Ausstellung bleibt vorerst bis einschließlich Sonntag, 24. April 2011 bei freiem Eintritt zugänglich.

Das Interesse war erfleulicherweise sehr groß, wir hatten mehr als 100 Besucher.

Die weiteren Veranstaltungen sehen Sie auch auf unserer Museums-Seite

 

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Waisenhaus    

   Ehem. Waisenhaus

1741 kaufte Johann Michael Kienmayer Grundstücke im Gebiet des heutigen Wohnparks Rennweg und errichtete hier eine Spinnfabrik, in der zeitweise bis zu 350 Arbeiter tätig waren. Weil sich der Betrieb nicht rentierte, erbaute er auf Anraten des Domherrn Anton Marxer ein Haus für 20 weibliche Findelkinder, die nun für ihn - ihr Lohn bestand aus einem Dach über dem Kopf und der notwendigsten Verpflegung - arbeiten mussten. Erzherzogin Maria Theresia kaufte 1745 die Anlage und richtete hier nach Eingliederung von Buben ein Waisenhaus ein, dessen Direktor der Jesuit Ignaz Parhamer, der Beichtvater ihres Gatten Franz Stephan, wurde. Sowohl Parhamers strenge Zucht, als auch seine Neigung, die Buben vormilitärisch zu schulen, trug ihm den abschätzigen Spitznamen ein. Die Anlage wurde mehrmals bis zur endgültigen Größe in mehreren Bauabschnitten bis 1760 erweitert. Die ursprüngliche Kapelle wurde durch die 1768 geweihte "Waisenhauskirche"   (Pfarrkirche Maria Geburt) - Erstaufführung der "Waisenhausmesse" KV 139 des damals 12jährigen W. A. Mozart - ersetzt.
Als durch die Vereinigung der Wiener Spitäler - auch das Spital zu St. Marx (= St. Marxer Bürgerspital) - im Allgemeinen Krankenhaus ansehnliche alte Gebäude frei geworden waren  wie beispielsweise das Spanische Spital (heute 9, Boltzmanngasse 9 und 9A), verfügte Joseph II. 1786 - Ignaz Parhamer starb im selben Jahr und wurde auf dem St. Marxer Friedhof beerdigt - die Überstellung der Waisenkinder aus dem Rennweger Waisenhaus in das Spanische Spital, das von nun an die Bezeichnung "K. k. Waisenhaus auf dem Alsergrund" trug. Der Vollständigkeit halber erwähne ich, dass ins nun frei gewordene St. Marxer Bürgerspitel 1785 die armen und gebrechlichen Bürger aus dem bisherigen Bürgerspital am Schweinemarkt nach St. Marx transferiert wurden. Diese Anstalt trug nun bis 1861 den Namen Versorgungshaus St. Marx.

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Hauger GrabsteinAufmerksamen Besuchern des Friedhofs fallen immer wieder kleine Erinnerungstafeln anstelle von Grabsteinen auf, die darauf hinweisen, welcher Verstorbene seinerzeit vor seiner Exhumierung und Überführung (zumeist in ein Ehrengrab) hier gelegen hatte.

Einige Beispiele dafür sind der Komponist Josef und seine Mutter Anna Strauss, die Weltreisende Ida Pfeiffer, die Schauspielerin Therese Krones, die Maler Moriz Michael Daffinger und Peter Fendi, der Wissenschafter Theodor Georg von Karajan und viele andere.

 

 

 

 

 

 

 

 

Hauger ProtraitLeider haben wir über diese Ereignisse so gut wie keine Informationen. Vor einigen Tagen erhielt ich von einem Museumsbesucher Zeitungsausschnitte aus dem Jahr 1935, in denen über die Exhumierung des Tiroler Freiheitskämpfers Georg Hauger (1782-1859) berichtet wird.

Er war ein Mitstreiter von Andreas Hofer und sorgte 1823 für die Überführung von Hofers Gebeinen in die Innsbrucker Hofkirche.

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Die Zigarrenfabrik in Rennweg 44
Wie versprochen teile ich Ihnen heute ein weiteres Highlight der Grabungen mit.
An der Anschrift Rennweg 44 / Kleist- gasse 2 befand sich noch vor dreißig Jahren ein unscheinbares, schon seit längerer Zeit unbenutztes Gebäude, das 1857 als Zigarrenfabrik erbaut wurde. In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg diente es der Austria-Tabakwerke A. G. als Tabakverschleißmagazin. Dann sollte hier die Zentrale der Österreichischen Lotterien erbaut werden, und der Spatenstich erfolgte am 1. August 1990. Nach wenigen Tagen erlebten die Bauarbeiter eine Sensation: In der Tiefe der Baugrube wurde der größte Münzfund - 1261 Silber- und 7 Goldmünzen - auf Wiener Boden aufgedeckt.
Die Untersuchungen der Wiener Stadtarchäologen fanden folgenden Niederschlag: Die aufgedeckten baulichen Überreste können vermutlich als Teil einer römischen Handwerker- und Händlerniederlassung angesprochen werden. Darauf verweist nicht zuletzt der Hort von 1268 römischen Münzen ... Die Untersuchung ... zeigt zwei Besonderheiten auf: Die eine ist die große zeitliche Streuung der im Fund vertretenen Münzen von 157 v. Chr. bis 138 n. Chr. ... Die andere Besonderheit ist der riesige Überhang von Münzen aus der Zeit der römischen Republik ...

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Sie brauchen keine Angst zu haben, es handelt sich nicht um revolutionäre Landstraßer Untergrundkämpfer, sondern um etwa zehn neugierige Personen, die es sich vor etwas mehr als zwei Jahre zur Aufgabe gemacht haben, den Untergrund unseres Bezirks, also tiefe Keller und dergleichen zu erforschen. In dieser Gruppe gibt es einige junge Männer, die die aufgesuchten Örtlichkeiten im Bild festhalten und einige Personen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Funde schriftlich zu dokumentieren. Gestern haben wir vereinbart, dass ein Teil der Ergebnisse dieses Projekts so bald wie möglich der Öffentlichkeit in einer Ausstellung präsentiert werden wird. Mit diesem Blogeintrag will ich einige Denkanstöße geben:

1) Vielleicht kennt einer der Besucher unseres Blog eine Örtlichkeit im Landstraßer Untergrund, der es Wert ist, erforscht zu werden und 2) Leser dieser Blogeintragung, die in einem anderen Wiener Gemeindebezirk daheim sind, könnten eventuell diesen Gedanken aufgreifen.Von Fall zu Fall werde ich unsere Blogbesucher über den Fortgang dieses Projekts wieder informieren.

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Am Montag, dem 21. Februar 2011 wurde von den Wiener Stadtgärtnern die Tafel im Bock-Park aufgestellt. Sie erinnert an eine dreiköpfige jüdische Arbeiterfamilie, die bis Mai 1938 in der städtischen Wohnhausanlage Hagenmüllergasse 32 daheim war. Sie wohnten auf Stiege 3, 2. Stock, Türnummer 6. Der Vater Albert war als Schlossergeselle ebenso wie die nichtjüdischen Arbeiter in den Dreißigerjahren immer wieder ohne Beschäftigung. Die Mutter Sofie musste als Hausfrau in dieser Zeit für vermögendere Familien die Wäsche waschen, um den Haushalt aufrechterhalten zu können. Ihre Tochter Josefine-Katharina sollte es einmal besser haben, weshalb ihr die Eltern eine Buchhändlerlehre ermöglichten. Als klassenbewusste Arbeiter waren sie Mitglied der SDAP, unterstützten aber nach 1934 die Gruppe der Revolutionären Sozialisten. Mit dem "Anschluss" im März 1938 zerbrach ihr Leben. Sie wurden wie alle anderen jüdischen Mieter in Gemeindebauten mit dem Kündigungsgrund "Nichtarier" aus der Wohnung geworfen und mussten in eine Sammelwohung für jüdische Familien ins Haus 2, Krafftgasse 4, Türnummer 6 übersiedeln. Am 6. Mai 1942 wurden sie nach Maly Trostinec deportiert, wo alle drei am 11. Mai 1942 ermordet wurden.

Warum bei der Herstellung der Tafel auf Albert Bock vergessen wurde, weiß ich nicht; ich bin aber schon dafür dankbar, dass das Wiener Stadtgartenamt meine Anregung aufgenommen hat.

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Die Eröffnung unserer derzeit laufenden Ausstellungen -

WAS GIBT'S NEUES IM DRITTEN? DAS WERDEN DES BAHNHOFS WIEN-MITTE

DAHEIM AUF DER LANDSTRASSE: DER LETZTE SCHERENSCHLEIFER AUF DER LANDSTRASSE

ÖLBILDER VON ODILE SKARNES UND MARTA MENDÉZ DELGADO

am letzten Freitagabend war wieder ein voller Erfolg. Mehr als einhundert Besucher kamen und vergnügten sich bis 22:00 Uhr.

Unser Bezirksmuseum ist an jedem Mittwoch von 16:00 bis 18:00 und an Sonntagen von 10:00 bis 12:00 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet. Außerhalb der Öffnungszeiten können Sie uns ebenfalls nach vorheriger telefonischer Anmeldung (01-4000-03127) besuchen. Wir freuen uns über Ihren Besuch.

 

 

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Liebe Freunde des Bezirksmuseums!

Grossmarkthalle

   Ehemalige Grossmarkthalle vor Ungarbrücke am Stadtpark

Wir können Sie darüber informieren, daß wir -  mit Unterstützung unserer Förderer - nun unsere gesammelten Bilder auch im Internet zugänglich gemacht haben. Es handelt sich dabei um die Sammlung von Bildern, die uns entweder in  großer Anzahl freundlicherweise von Bewohnern des Bezirks übergeben oder von unseren Mitarbeitern in den letzten fünfzig Jahren gemacht wurden. Sie finden hier historische und moderne Ansichten von Gebäuden, Denkmälern, Postkarten, Dokumente, Portraits, Landschaften etc. aus dem Bezirk. Diese Webseite ist ab sofort zu erreichen. Es ist für jeden Besucher eine Freude, sich mit der einfachen Handhabung schnell einen Überblick über die Schätze zu machen. Für Ungeübte gibt es eine Erklärung unter "Hilfe". Die Bilder sind aus den Originalen in Farbe oder Schwarz/Weiß. Mit einer Such-Funktion kann man nach verschiedenen Kriterien vorgehen; so etwa nach Straßennamen und Hausnummern, nach Personen, nach Objekten. Jedes Bild hat eine Beschreibung. Im unteren Bereich der Seite sind die Bilder in Kleinformat zu sehen, nach Anklicken des Vorschaubildes öffnet sich das gewünschte Bild. Das können Sie auch beliebig vergrößern, um die Details besser zu erkennen. Sie haben auch die Möglichkeit,  die Bilder direkt aus der Webseite an Ihre Freunde zu versenden (s. Briefsymbol); Sie können jedes Bild auch bewerten (Sternsymbol), was uns besonders freuen würde. Sie können uns eine Nachricht auch im Gästebuch hinterlassen (Notizseite-Symbol) . Sie können uns auch helfen,  die Bildersammlung zu vervollständigen, indem Sie uns Bilder zu den noch fehlenden Bereichen zur Verfügung stellen. Ich wünsche Ihnen viel Spaß wünsche beim Betrachten der Sammlung.

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Während der Eröffnung unserer neuen Ausstellungen am Freitag, dem 11. Februar 2011, 19:00 Uhr gibt es für unsere Besucher auch einen Ohrenschmaus. Wie schon berichtet, stellt die in den USA geborene und nun auf der Landstraße lebende Künstlerin Odile Skarnes nun bei uns eine Auswahl ihrer wunderschönen Ölbilder aus. Nun ist aber Frau Skarnes nicht nur Malerin, sondern auch Musikerin, nämlich Bratschistin und spielt in mehreren Orchestern. Anlässlich ihrer Prsäsentation wird sie mit zwei ihrer Musikfreundinnen (Steffi Moll, Flöte und Szusza Aba-Anzinger, Harfe), mit denen sie das Ensemble Artrium gebildet hat, unsere Besucher und mich mit einem Trio von Debussy erfreuen.

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Viehtrieb beim Zählhaus, um 1850

Der Name der Schlachthausgasse im 3. Wiener Gemeindebezirk erinnert daran, dass sich in diesem Bereich mehr als 150 Jahre lang eine für die damalige Zeit wichtige Versorgungseinrichtung, die manchmal als der Bauch von Wien bezeichnet wurde, befunden hatte.
Als der Viehmarkt am Ochsengries dem Bau des Hafenbeckens für den späteren Wiener Neustädter Kanal nämlich weichen musste, wurde er an den damaligen Stadtrand nach St. Marx übersiedelt. Der Grund für die Wahl dieser Örtlichkeit wird die Tatsache gewesen sein, dass zu dieser Zeit das Lebendvieh aus Ungarn kommend hier vorbei getrieben wurde.

Schweineauftrieb um 1920 1846 wurde mit dem Bau eines Schlachthauses begonnen, dem damals aber in diesem Bereich der Linienwall im Weg war, weshalb dieser stellen- weise abgetragen und außer- halb des Schlachthofbereichs wieder errichtet werden musste. Durch den Anschluss des Schlachthofbereichs an die Eisenbahn - 1872 wurde die so genannte Schlachthausbahn eröffnet - war die bisherige Mühe, die mit der Anlieferung des Schlachtviehs verbunden war, gelöst.

Alltag              Alltag in der Rinderhalle

Ab 1877 wurde die Anlage immer mehr ausgebaut, es entstand die Rinderhalle - als erste Schmiede eisenkonstruktion Wiens wurde sie unter Denkmalschutz gestellt und ist deshalb noch heute erhalten - sowie ein neuer Schweine- und Pferdemarkt. In der Zwischenkriegszeit erreichte die Anlage sowohl ihre größte Aus- dehnung als auch den Höhepunkt ihrer Bedeutung für die Fleischversorgung Wiens. In den Sechzigerjahren des 20. Jahrhunderts erkannte man zu Recht, dass die Einrichtungen inzwischen veraltet waren, weshalb der Schlachtbetrieb eingestellt, und das Fleischzentrum St. Marx in der äußeren Baumgasse errichtet wurde.
Der inzwischen nicht mehr bestehende Auslandsschlachthof diente 1975/76 als Veranstaltungsort der Wiener Festwochen-Arena. Trotz vieler Proteste wurde der Auslandsschlachthof von der Stadt Wien abgerissen, der ehemalige Inlandsschlachthof aber wurde den Veranstaltern als Alternative zur Verfügung gestellt, der noch heute als Veranstaltungsort der Arena genutzt wird.

Pferdeverkauf             Pferdeverkauf mit Handschlag

Zu Ende der Neunzigerjahre des 20. Jahrhunderts wurde auch das erwähnte Fleischzentrum aufgelassen. Heute gilt das neue Fleischzentrum des Großmarktes Wien in Inzersdorf als zeitgemäße und zur Zeit modernste diesbezügliche Einrichtung.
Nicht nur die Rinderhalle sondern auch das um 1900 vom Landstraßer Bildhauer Anton Schmidgruber geschaffene Tor in der Viehmarktgasse stehen heute unter Denkmalschutz. Der gesamte Bereich des ehemaligen St. Marxer Schlachthofes wird nun seit dem Ende des 20. Jahrhunderts durch Neubauten, die den verschiedensten Zwecken dienen - von der Wissenschaft über die Medien bis zum Wohnbau - genutzt. Hier zwischen dem 3. und dem 11. Bezirk entsteht in einem Gebiet, das verkehrsmäßig voll erschlossen ist, ein wunderbarer Mix von Einrichtungen verschiedenster Art.

Ausführlicher Bericht im Museumsheft: hier bestellen

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Die in unserem Bezirk wohnhafte Malerin Eva Barath gründete im Jahre 2005 den Verein Europäischer Kulturkreis bildender Künstler,  der es sich zur Aufgabe gemacht hat, für seine Mitglieder Einzel- und Gruppenausstellungen zu organisieren. Eva Barath präsentiert nun bei uns vom 7. Mai - Eröffnung um 19:00 Uhr - bis Sonntag, 20. Juni 2010 gemeinsam mit fünf ihrer Schützlinge - Elisabeth Buzek, Annemarie Cseh, Pero Dadic, Emil Joller und Kamilo Vujcic - eine interessante und sehenswerte Verkaufsausstellung, zu der ich Sie herzlich einlade. In die Sechskrügelgasse 11.  

 

 

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Gastbeitrag von Heinz R. Berger Geboren 1943 in Wien, erlernter Beruf Keramiker.

Berger MEIN SONNTAG, Mischtechnik-Collage

Seit 1972 Ausstellungen von Bildern (Mischtechniken) und Plastiken (Keramik, Holz, Terrakotta). Ankäufe vom Bundesministerium für Unterricht und Kunst, der Österreichischen Nationalbank und Sammlern aus dem In-und Ausland.Graphische Illustrationen einiger Bücher.

berger heinz venus ohne kopfschmuck schwarz weiss

 

Meine Arbeiten reflektieren Erlebtes und im Unterbewusstsein Empfundenes. Die in der Natur vorkommende Vielfalt an Formen und Strukturen, Unausgelotetes und Reales finden sich in meinen Plastiken und Bildern, und werden auf mehreren Ebenen zu einer Einheit verflochten.

In den Mittelpunkt aber stelle ich den in seinem Umfeld lebenden Menschen, behaftet mit Vergangenem und Gegenwärtigem, der aber auch zur Maske greift, um seine Hoffnungen und Träume zu verwirklichen.

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Ein kleiner Beitrag aus dem aktuellen Museumsheft 2011 - 1

Es ist ja bekannt, dass Lachen gesund ist. Deshalb bringe ich Ihnen hier einen heiteren Unfallsbericht, der natürlich nichts mit den mühevollen Arbeiten in Wien-Mitte zu tun hat; gleichzeitig betone ich auch meine Hoffnung, dass während der lang andauernden Arbeiten keine nennenswerten Unfälle auf dieser riesigen Baustelle geschahen.
Hier nun der versprochene Unfallbericht:
Der folgende Brief eines Dachdeckers ist an die SUVA (Schweizerische Unfall Versicherungs Anstalt) gerichtet gewesen und beschreibt die Folgen einer unüberlegten Handlung:
„In Beantwortung Ihrer Bitte um zusätzliche Informationen möchte ich Ihnen folgendes mitteilen:
Bei Frage 3 des Unfallberichtes habe ich ‚ungeplantes Handeln‘ als Ursache angegeben. Sie baten mich dies genauer zu beschreiben, was ich hiermit tun möchte.
Ich bin von Beruf Dachdecker. Am Tag des Unfalles arbeitete ich allein auf dem Dach eines sechsstöckigen Neubaus. Als ich mit meiner Arbeit fertig war, hatte ich etwa 250 kg Ziegel übrig. Da ich sie nicht die Treppe hinunter tragen wollte, entschied ich mich dafür, sie in einer Tonne an der Außenseite des Gebäudes hinunterzulassen, die an einem Seil befestigt war, das über eine Rolle lief.
Ich band also das Seil unten auf der Erde fest, ging auf das Dach und belud die Tonne. Dann ging ich wieder nach unten und band das Seil los. Ich hielt es fest, um die 250 kg Ziegel langsam herunterzulassen.
Wenn Sie in Frage 11 des Unfallberichtformulars nachlesen, werden Sie feststellen, dass mein damaliges Körpergewicht etwa 75 kg betrug. Da ich sehr überrascht war, als ich plötzlich den Boden unter den Füßen verlor und aufwärts gezogen wurde, verlor ich meine Geistesgegenwart und vergaß, das Seil loszulassen.
Ich glaube, ich muss hier nicht sagen, dass ich mit immer größerer Geschwindigkeit am Gebäude hinaufgezogen wurde. Etwa im Bereich des dritten Stockes traf ich die Tonne, die von oben kam. Dies erklärt den Schädelbruch und das gebrochene Schlüsselbein. Nur geringfügig abgebremst setzte ich meinen Aufstieg fort und hielt mich an, bevor die Finger meiner Hand mit den vorderen Fingergliedern in die Rolle gequetscht waren. Glücklicherweise behielt ich meine Geistesgegenwart und hielt mich trotz des Schmerzes mit aller Kraft am Seil fest. Jedoch schlug die Tonne etwa zur gleichen Zeit unten auf dem Boden auf und der Tonnenboden sprang aus der Tonne heraus. Ohne das Gewicht der Ziegel wog die Tonne nun etwa 25 kg.
Ich beziehe mich an dieser Stelle wieder auf mein in Frage 11 angegebenes Körpergewicht von 75 kg. Wie Sie sich vorstellen können, begann ich nun einen schnellen Abstieg. In der Höhe. des dritten Stockwerks traf ich wieder auf die von unten kommende nunmehr leere Tonne. Daraus ergaben sich die beiden gebrochenen Knöchel und die Abschürfungen an meinen Beinen und meinem Unterleib.
Der Zusammenstoß mit der Tonne verzögerte meinen Fall, so dass meine Verletzungen beim Aufprall auf dem Ziegelhaufen gering ausfielen, weshalb mir nur drei Wirbel brachen.
Ich bedauere es jedoch, Ihnen mitteilen zu müssen, dass ich, als ich da auf dem Ziegelhaufen lag und die leere Tonne sechs Stockwerke über mir sah, nochmals meine Geistesgegenwart verlor. Ich ließ das Seil los, womit die Tonne diesmal ungebremst herunterkam, mir drei Zähne ausschlug und das Nasenbein brach.
Ich bedauere den Zwischenfall sehr und hoffe, Ihnen mit meinen präzisen Angaben dienlich gewesen zu sein.
Für genaue Auskünfte bitte ich Sie, mich anzurufen, da es mir manchmal schwer fällt, mich schriftlich auszudrücken“.

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Interessante Landstraßer Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (4)

 

josef straussAn der Stelle wo Josef Strauss und seine Mutter Anna beigesetzt waren, befindet sich eine dieser Gedenktafeln, die auf die seinerzeitige Exhumierung und Überführung auf einen anderen Friedhof verweist. Johann Strauss (Vater) wollte nicht, dass seine Söhne wie er Musiker würden, weshalb er verlangte, dass Johann jun. und Josef studieren.
Johann brach seine Ausbildung ab, aber der folgsame Sohn Josef absolvierte das Polytechnikum - heute entspricht das der Technischen Universität - arbeitete als Bauleiter und erfand eine Straßenkehrmaschine, deren Modell im Wiener Technischen Museum aufbewahrt wird.
Als sein älterer Bruder Johann 1852 völlig erschöpft von einer Konzertreise nach Wien heimkehrte, ließ sich Josef dazu überreden, als Kapellmeister einzuspringen.
Er begann auch zu komponieren - Delirienwalzer, Mein Lebenslauf ist Lieb und Lust, Spärenklänge, Dorfschwalben aus Österreich usw. - und beide Brüder gewöhnten sich daran, dass Josef immer dann Johanns Orchester leitete, wenn dieser verhindert oder auf Tournee war.
Auf einer Konzertreise nach Warschau brach Josef Strauss bewusstlos zusammen und starb bald, nachdem man ihn nach Wien zurückgebracht hatte.
Seine Mutter Anna war im Februar 1870 gestorben, Josef starb im Juli desselben Jahres; Mutter und Sohn hatte eine innige Liebe verbunden, weshalb beide in einem Grab beigesetzt wurden.

INFO: Der ausführliche neue Führer durch den St. Marxer Friedhof mit einem beigelegten Orientierungsplan liegt nun für Interessenten vor. Sie können diesen im Bezirksmuseum Landstraße oder im Onlineshop erwerben.

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Das Bezirksmuseum Landstraße veranstaltet nun bereits das vierte Jahr die Abende TREFFPUNKT BEZIRKSMUSEUM.

An jedem 3. Dienstag in den Monaten Februar bis Mai und September bis November jeweils um 19:00 Uhr gibt es hier ein sehens- und hörenswertes Programm.

Am Abend des 15. Februar 2011, 19:00 Uhr liest Karl Hauer kritische Sozialtextexte von Max Winter.

Am 15. März 2011, 19:00 Uhr erleben unsere Besucher eine Publikumslesung, bei der wir Autorinnen und Autoren die Möglichkeitgeben, aus ihren Werken vorzutragen (Maximale Dauer 10 Minuten pro Person).

Im April werden wir einander am 19. dieses Monats, wieder um 19:00 Uhr zusammensetzen; das Programm steht unter dem Generaltitel DES FRÜHLINGS BLAUES BAND ...

Und im Mai, also am letzten Abend dieser Reihe vor dem Sommerurlaub, ist es der Abend des 17. Mai; dann steht das Programm unter dem Motto DIE LIEBE IM WONNEMONAT.

Es gibt für unsere Besucher vorbereitete Erfrischungen!

Anmeldungen zum Abend am 15. März 2011 richten Sie, bitte, an uns unter This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it."> This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

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Interessante Landstraßer Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (5)

 

VUK stefanovic karadzic-porträt (3)Im Areal der griechisch und serbisch-orthodoxen Gräber findet man den in kyrillischer Schrift gekennzeichneten Stein für Vuk Stefanovic Karadzic (1787-1864).

Der gebürtige Serbe kam 1814 nach dem 2. serbischen Aufstand gegen die Türken nach Wien, wo er den slowenischen Sprachforscher Bartholomäus Kopitar (damals wohnhaft im Elisabethinen-Wohnhaus auf der Landstraße), den Vater der Slawistik, kennen lernte.
Vuk, der Sohn einer serbischen Bauernfamilie, hatte als Kind keine Schulbildung genossen, wohl aber aus eigener Initiative die kirchenslawische Schrift lesen und schreiben erlernt. Kopitars Tätigkeit begeistert ihn derart, dass er sich näher mit seiner Muttersprache beschäftigt. Schließlich hat er nicht nur, angeregt von Jacob und Wilhelm Grimm, serbische Volksmärchen, Liedtexte, Sprichwörter und so weiter gesammelt, sondern auch nach seinem Grundsatz "schreibe wie du sprichst" ein modernes serbisches Alphabet in kyrillischen Schriftzeichen geschaffen.
In dieser Schriftsprache verfasste er ein Wörterbuch in Serbisch, Latein und Deutsch und übersetzte das Neue Testament. Im Verlauf seiner Forschungen hatte er nicht nur mit den Brüdern Grimm, sondern auch mit Johann Wolfgang von Goethe, dem deutschen Historiker Leopold Ranke und dem Dichter Johann Gottfried Herder wissenschaftlichen Kontakt. Karadzic heiratete 1818 die Wienerin Anna Kraus, mit der er 13 Kinder hatte.
Nur ihre Tochter Wilhelmine (1828-1894), genannt Mina, die in der Landstraßer Rochuskirche getauft wurde, erlebte das Erwachsenenalter. Sie unterstützte nicht nur den Vater bei seinen Forschungen, sondern hatte auch eine solide Ausbildung als Malerin. Karadzic starb im Haus 3, Marokkanergasse 3, wo es für ihn eine Gedenktafel gibt.
Er wurde auf dem St. Marxer Friedhof beigesetzt. 1998 wurde sein Leichnam nach Belgrad in ein Ehrengrab überführt. Das ehemalige jugoslawische Kulturinstitut stiftete für den großen Sohn des Landes ein Denkmal, das sich vor dem Haus 3, Rasumofskygasse 22 befindet. An seinem letzten Wohnhaus auf der Landstraße, Marokkanergasse 3, gibt es eine Gedenktafel für den großen Mann.

INFO: Der ausführliche neue Führer durch den St. Marxer Friedhof mit einem beigelegten Orientierungsplan liegt nun für Interessenten vor.
Sie können diesen im Bezirksmuseum Landstraße oder im Onlineshop erwerben.

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Information zur Weihnachstausstellung:

Landhaus2

Herr Senftleben stellt sich und seine Arbeiten hier vor: "Ich beschäftige mich mit Krippen schon seit meiner frühesten Jugend und auch am Anfang meines Berufslebens war ich in einem Krippenverein sowohl als Obmann als auch als Krippenbaulehrer tätig. 1984 habe ich dann die Ausbildung zum Krippenbaumeister in Innsbruck begonnen, die ich 1987 erfolgreich mit dem Titel "Krippenbaumeister" abschloss. Seitdem leite ich als Kursleiter Krippenbaukurse in Wien, Niederösterreich und seit einigen Jahren auch in Bayern.

Eine immer wieder schöne Erfahrung für mich ist alljährlich im Advent das Krippenbauen mit Kindern in Schulen in NÖ, Wien und Bayern.

Schule

Zudem organisiere ich jedes Jahr Krippenausstellungen wie jetzt eine kleinere Schau mit Kastenkrippen aus meinem Fundus im Bezirksmuseum Landstrasse. Sollte jemand Interesse an einer der gezeigten Krippen haben, so ersuche ich um Kontaktaufnahme unter meiner Mail-Adresse This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. oder über das Bezirksmuseum. Einige Fotos sollen als Dokumentation dienen."

Die KASTENKRIPPE Die Kastenkrippe ist eine eigene Darstellung des Weihnachtsgeschehens. Die Krippe und die Figuren werden, wie der Name es schon sagt, in ein meist rechteckiges, schreinartiges, teilweise verglastes Behältnis fix hineingebaut. Aufgrund dieser Tatsache, dass die Figuren so nicht bewegbar sind, wird die Kastenkrippe auch als "FAULE KRIPPE" oder als "FAULENZERKRIPPE" bezeichnet.

Eine große Verbreitung hat die Kastenkrippe zur Zeit Josef II erfahren. Josef II, der Kirchen, Klöster

Bauernhaus

und Stifte aufgelöst hat, hat auch den religiösen Pomp, wie z.B. die Krippen, verboten. Um dieses Verbot zu umgehen, wurden die Krippen in einen Kasten, in ein Kästchen oder in einen Schrank hineingebaut. Die Kastenkrippe entwickelte sich so "zur Krippe des kleinen Mannes", die als Hausrat, Heiratsgut und Wallfahrtsgabe mit Adelskrippen konkurrieren konnte, wobei auch das Gefühl mitgespielt haben könnte, "die ganze Schöpfung im Kasten zu haben".

 

 

Ruinenkrippe

Die hier ausgestellten Krippen wurden in den letzten 15 Jahren von Herrn Walter Senftleben gebaut. Es sind darin 2 Stilrichtungen zu erkennen: mehrheitlich die heimatliche Krippe bzw. die heimatliche Landschaftskrippe und die orientalische Krippe, wie z.B. die Kastenkrippe mit den gegossenen, eingefärbten, ca. 40 Jahre alten Gipsfiguren, sowie kleine Darstellungen in der Vitrine.

Weinrebkrippe

Die für diese hier gezeigten Krippen verwendeten Materialien sind gleich den Materialien, wie sie für die sonst bekannten Krippen in der Regel Verwendung finden. Sollten Sie, geschätzte Besucherin, geschätzter Besucher, Interesse an der einen oder anderen Krippe haben, oder sich für ein Bild näher interessieren, so wenden Sie sich, bitte, auch an die Museumsleitung, die gerne den Kontakt zu den Ausstellern herstellt.

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Fr. Chopin Denkmal

Oberhalb des Teiches im Teil der Parkanlage gegenüber dem Belvedere steht seit 25. November 2010 das neue Denkmal "La note bleue" für den polnischen Komponisten und Klaviervirtuosen Frederic Chopin (* 1810 Zelazowa Wola bei Warschau - + 1849 Paris).

Der junge Komponist hielt sich sowohl im Juli 1829 als auch im November 1830 für kurze Zeit in unserer Stadt auf. Das Denkmal wurde vom polnischen Kulturministerium finanziert und vom 1953 in Krakau geborenen Künstler Krzysztof M. Bednarski geschaffen. Die Idee  des Denkmals nimmt Bezug auf die symbolische "blaue Note", die George Sand in der Musik Chopins erkannte. Unter der blauen Note sind hier die höchste schöpferische Geisteskraft, das Geheimnis des künstlerischen Aktes zu verstehen. Die Darstellung hat ihren Ursprung in der Silhouette, die zu Zeiten der Romantik eine beliebte Art der Kontur- und Portraitzeichnung war. Das charaktervolle Profil des Komponisten ist ein leicht erkennbares Bildnis, einfach und symbolisch zugleich.

Was ist Ihre Meinung zu diesem Kunstwerk ?

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WILCZEK-DENKMAL


Wenn Sie in der Nähe sind, schauen sie mal in den Innenhof:

wilczek

Im Innenhof des Gebäudes der Wiener Rettung Radetzkystraße 1 steht die Statue eines der Mitbegründer der 1881 ins Leben gerufenen Wiener freiwilligen Rettungsgesellschaft. Hans Graf Wilczek (1837-1922) war zu dieser Zeit einer der reichsten Männer Österreichs; uns ist er als der Erbauer der Burg Kreuzenstein bekannt.

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KARL-BORROMÄUS-BRUNNEN


Der Brunnen vor dem Bezirksamt

Dieses Kleinod wurde 1909 als Würdigung der Verdienste des Bürgermeisters Karl Lueger vom Bezirk Landstraße enthüllt. Der Architekt Josef Plecnik und der Maler und Bildhauer Josef Engelhart hatten diese Anlage aus Marmor und Bronze geschaffen. Durch die Einsenkung des Brunnenbereiches unter das Straßenniveau gelang ihnen eine intime Platzgestaltung.
Siehe dazu viele weitere Details auf unserer Museumsseite und weiter Ansichten auf dem Denkmal-Internet-Portal

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mundy

JAROMIR-MUNDY-BÜSTE

An der Fassade der Zentrale der Wiener Rettungsgesellschaft Radetzkystraße 1 befindet sich die Büste eines der seinerzeitigen Mitbegründer dieser Institution im Jahr 1881.
Der Anlass dieser Gründung war die Katastrophe des Ringtheaterbrandes, bei dem mehrere hundert Menschen starben.
Der Arzt Jaromir Mundy (1822-1894) war neben Hans Wilczek und Edmund Lamezan Initiator der Gründung der Wiener freiwilligen Rettungsgesellschaft. Dieser Mann widmete sein ganzes Leben der Hilfe von Menschen in den verschiedensten Notlagen und gründete schon 1877 den Verein "Roter Halbmond" im damaligen Konstantinopel.

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Der Weg des Gedenkens für die Opfer der Shoa wird am Sonntag, 7. November 2010 im Weißgerberviertel (3. Bezirk) um fünf Stationen erweitert. Bitte begleiten Sie uns bei der Gedenkkundgebung.

Treffpunkt: Wien 3., Rochusgasse 12 um 14 Uhr.
ca. 14:30 - Gesaugasse 46 ca. 15:00 - Hetzgasse 10 ca 15:30 - Löwengasse 36 ca 16:00 - Löwengasse 39 ca  16:30 - 17:00 Abschluss, informelles Treffen u. Ausklang inWeissgerber Lände 24

Veranstalter: Steine des Gedenkens für die Opfer der Shoa A-1030 Wien, EU, Neulinggasse 34-36 (Agenda) This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. Tel. 0043-(0)699-195 43 222 Fax: 0043-(1)-218 51 53 55 (z.Hd. Burda)

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Da Drunten in ErdbergNeuerscheinung - Bezirksmuseum Nachrichten: Der Grund für diese Veröffentlichung „Da drunt in Erdberg“   ist die Tatsache, dass immer wieder Besucher ins Bezirksmuseum kommen, die bedauernd bemerken, dass gerade keine Ausstellung zum Thema Erdberg zu sehen ist. Nun stellt Erdberg eines von vielen Themen dar, die behandelnswert sind. Aus der Beengtheit unseres Museums ergibt es sich zwangsläufig, dass wir es uns nicht erlauben können, eine ständige Ausstellung über diesen Bezirksteil im Museum zu haben. Im Anhang finden Sie den Abdruck des 1928 erschienen Bändchens „Das sterbende Erdberg“. Ich hoffe, dass die Vielfalt der hier angeschnittenen Details für die Freunde dieses Bezirksteiles von Interesse ist.


Inhaltsverzeichnis (Auszug): ALLGEMEINES zum 3. WIENER GEMEINDEBEZIRK
DIE ÖRTLICHE GESCHICHTE Erdberg im frühen Mittelalter Erdberg im Hochmittelalter Erdberg im Zeitalter der frühen Renaissance Erdberg im Barockzeitalter.................

Zu beziehen bei einem Besuch im Museum oder über den Internetshop

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Interessante Landstraßer Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (3)

 

b2ap3_thumbnail_anna-gottlieb--300_20131120-175920_1.jpgWer denkt noch an sie, an die erste Darstellerin der Pamina in Mozarts "Zauberflöte"? Anna Gottlieb (1774-1856) war eine von vier Töchtern eines Schauspielerehepaares und stand schon mit fünf Jahren zum erstenmal vor Publikum auf der Bühne. Mit 12 Jahren sang sie die Barbarina in "Figaros Hochzeit" - Mozart hatte die Rolle eigens für sie geschrieben - und 1791 wurde wieder für die "Madsell Gottlieb", wie sie von Mozart genannt wurde, die Rolle der Pamina verfasst. Durch diese Rolle ist Anna Gottlieb mit Mozart bis heute verbunden geblieben. --- Hörprobe Nach Mozarts Tod wechselte sie in ein Engagement am Theater in der Leopoldstadt, wo sie von nun an auftrat. Während der Napoleonischen Kriege zog sie sich zwischen 1809 und 1813 vom Theater vorübergehend zurück. Als sie 1813 wieder vor Publikum sang, stellten die Kritiker fest, dass sich ihre Stimme verändert hatte. 1828 wurde sie als zu alt für die Bühne entlassen und fristete bis zu ihrem Tod 1856 ein einsames und armes Leben. INFO: Der ausführliche neue Führer durch den St. Marxer Friedhof mit einem beigelegten Orientierungsplan liegt nun für Interessenten vor. Sie können diesen im Bezirksmuseum Landstraße oder im Onlineshop erwerben.

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b2ap3_thumbnail_K-landstraer-hauptstrae-075-ehem-haus-hof-aquarell-alfred-lachner.jpg Landstraßer Hauptstraße No 75, ehem. Haus, Aquarell v. Alfred Lachner

Am Mittwoch, 1. Dezember 2010 war ich eingeladen, im Rathaus von Oberpullendorf eine Ausstellung von Bildern unseres leider bereits ver- storbenen Erdberger Freundes Alfred Lachner zu eröffnen.

Der Künstler Alfred Lachner gestaltete Aquarelle und Zeichnungen mit Motiven aus dem Mittelmeerraum, dem Burgenland und seinem geliebten Erdberg, dem Bezirksteil des 3. Wiener Gemeindebezirks.

Das Bild  zeigt ein Bild des Künstlers, das er für unser Bezirksmuseum malte.

Der Erlös kommt der Pfarre des Ortes für die Kirchenrenovierung zugute. Die Ausstellung ich noch bis 6. Jänner 2011 zugänglich. Landstraßer Hauptstraße 75, Hof des ehemaligen Hauses, in dem Mozart für kurze Zeit wohnte und seine "Kleine Nachtmusik" komponierte.

Hier noch 3 Werke des Malers

 b2ap3_thumbnail_Lachner.jpg DUBROVNIK - Aquarell 1990

 

 

b2ap3_thumbnail_Lachner2.jpg VENEDIG - Federzeichnung 1987

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

b2ap3_thumbnail_Lachner3.jpg VENEDIG - Aquarell 1985

 

 

 

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Interessante Landstraßer Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (7)

 

Peter Fendi Portrait

In diesem Beitrag will ich mich mit einem der bedeutendsten Wiener Genremaler aus dem Biedermeier beschäftigen, der auch in unserem Bezirks daheim gewesen war: Peter Fendi (1796-1842).
Er war der Sohn eines Lehrers, wuchs in ärmlichsten Verhältnissen - als Kleinkind stürzte er vom Wickeltisch, wodurch er sich eine Rückgratverletzung zuzog, an der er bis zu seinem Tod litt - auf und sorgte nach dem frühen Tod seines Vaters für seine Mutter, indem er Schreibarbeiten in einer Anwaltskanzlei erledigte.

Durch Vermittlung eines Kunstsammlers, der Fendis Begabung erkannte, wurdePeter Fendi Brezelbub auf dem Glacis der junge Mann Zeichner im Münz- und Antikenkabinett. Durch Empfehlung hatte er Zugang zum Salon der Karoline Pichler, wo er mit jungen Malern - Carl und Albert Schindler, Johann Friedrich Tremel, Rudolf Gaupmann, Johann Baptist Staudinger u. a. - bekannt wurde, die er als Malschüler betreute.
Moritz Graf Dietrichstein, übrigens ebenfalls ein Landstraßer, dessen Palais und Garten sich dort befanden, wo wir heute die Schule Sacre Coeur finden, ermöglichte Fendi 1833 den Zugang zu Kaiserin Karoline Augusta und Erzherzogin Sophie, die ihn als Zeichenlehrer bei Hof anstellten.

 

 

 

 

Seit dem Ende der Dreißigerjahre war er einer der Peter Fendi Das Gewittererfolgreichsten Porträtisten in Wiener Adelskreisen, trotzdem schuf er auch Bilder mit sozialkritischen Anklängen.
An seinem letzten Wohnhaus in der Beatrixgasse gibt es keine Gedenktafel.

 

 

 

 

 

Fendi wurde auf dem St. Marxer Friedhof beigesetzt, aber 1909 in ein Ehrengrab im Wiener Zentralfriedhof umgebettet.

INFO: Der ausführliche neue Führer durch den St. Marxer Friedhof mit einem beigelegten Orientierungsplan liegt nun für Interessierte vor.
Sie können diesen im Bezirksmuseum Landstraße oder im Onlineshop erwerben.

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Ich habe recherchiert, dass in der Pfarre Maria Geburt am Rennweg alle Sterbebücher aus den Jahren 1784 bis 1874 aufliegen, was wahrscheinlich bedeutet, dass in diesen alle verstorbenen Personen, die im St. Marxer Friedhof beigesetzt wurden, namentlich mit Angabe der Todesursache genannt sind.

Das wäre "der Hammer", weil wir dann endlich wüssten, wer tatsächlich in diesem Friedhof beigesetzt wurde.

Ich werde Sie vom Fortgang unserer Ermittlungen jeweils informieren.

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Interessante Landstraßer Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (6)

 

Ida PfeifferIn diesem Beitrag stelle ich die weitgehend unbekannte erste Weltreisende Ida Pfeiffer vor. Sie wurde 1797 in Wien geboren und starb 1858.
Zuletzt lebte sie in der Münzgasse. Nach einer problematischen Kindheit und Jugend schloss sie 1820 eine Vernunftehe mit einem um 24 Jahre älteren Witwer, mit dem sie zwei Söhne hatte. Als ihre Mutter 1837 starb, befreite sie die Erbschaft aus der drückendsten Not.
Nachdem die Ausbildung der beiden Söhne abgeschlossen war, trat Ida Pfeiffer 1842 ihre erste Reise an, die sie nach Palästina und Ägypten führte. Nach ihrer Rückkehr beschrieb sie ihre Erlebnisse in Buch "Reise einer Wienerin in das Heilige Land" und erntete damit einen großen Erfolg.

Nun konnte sie 1845 ihre zweite Reise finanzieren, die sie nach Island, Norwegen und Schweden führte. Schon 1846 erschien ihr Buch "Die Reise nach dem skandinavischen Norden", womit sie ihre erste Weltreise 1846 bis 1848, die sie nach Südamerika, Indien und in den Vorderen Orient unternahm, bestreiten konnte. Wieder in Wien verfasste sie das dreibändige Buch "Eine Frauenfahrt um die Welt", das ebenso wie ihre früheren Veröffentlichungen Anklang fand.

Ida Pfeiffer sitzend1851 bis 1855 folgte die zweite Weltreise nach Südafrika, Indonesien und Amerika. Nun folgte ihr nächstes vierbändiges Buch "Meine zweite Weltreise". 1856 wollte sie nach Australien reisen, landete aber schließlich von Mauritius aus in Madagaskar, wo sie der Spionage bezichtigt und ausgewiesen wurde.
Todkrank kam sie im September 1858 wieder nach Wien. Ihr Sohn Oscar veröffentlichte posthum das zweibändige Werk "Die Reise nach Madagaskar".
Ida Pfeiffer wurde im St. Marxer Friedhof beigesetzt und später in ein Ehrengrab im Wiener Zentralfriedhof umgebettet.
Die Werke dieser ungewöhnlichen Frau können in sieben Neuauflagen mit veränderten Titeln erworben werden.
Als Kenner dieser Bücher - wir haben in unserer Museumsbibliothek alle ihre Werke - versichere ich Ihnen, dass sie auch noch heute lesenswert sind.
Ida Pfeiffer wohnte zuletzt im Haus Münzgasse 1. Leider gibt es hier keine Gedenktafel für diese großartige Frau.

INFO : Der ausführliche neue Führer durch den St. Marxer Friedhof mit einem beigelegten Orientierungsplan liegt nun für Interessenten vor.
Sie können diesen im Bezirksmuseum Landstraße oder im Onlineshop erwerben

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Anlässlich der kommenden Ausstellungen möchten wir auf eine junge Publikation des Bezirksmuseum aus 2010 hinweisen.

Die Landstraße in Schwarz-Weiss

Inhalte:

- Der Künstlerverein KunstPlatzl - www.kunstplatzl.info – wurde 2002 auf Initiative der in Erdberg geborenen Sonja Frank im 2. Bezirk gegründet.

Sonja Franks Leidenschaften sind das Fotografieren, Töpfern, die Gärtnerei, jede Art von Kunst, die Digital-

Art und die Organisation von Kulturveranstaltungen.

- Filmkulisse Landstrasse

- Der Elefantenrest im Bezirksmuseum

- Mit meinen Augen

- Fotos von Georg Kiss

- Der Basiliskenbrunnen im Stadtpark

- Meine neuen Arbeiten - Theresia Schaffer

- Zeitzeugenbericht - Erinnerungen an den 3. Bezirk

von Heinz Matuschka

24 Seiten

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Wir sind bestrebt, neue unterstützende Mitglieder für unseren Museumsverein zu gewinnen.

Was kostet das, bzw. was bringt es? Für einen jährlichen Mitgliedsbeitrag von 7,26 € erhalten unsere Mitglieder viermal im Jahr die beliebten und umfangreichen Museumshefte, die anlässlich unserer Eröffnungen im Februar, Mai, September und November verschickt werden. Damit sind also die Museumsvereinsmitglieder ständig darüber informiert, was sich im Museum so tut.

Darüber hinaus haben Museumsvereinsmitglieder das Recht, an den Sitzungen des Vereines teilzunehmen und dort ihre Meinung zur Museumsführung zu äußern. Wir versichern Ihnen, dass uns jede Kritik willkommen ist, um unsere eventuelle Betriebsblindheit beheben zu können.

Schließlich will ich hier meine Einladung an Personen, die sich zur Mitarbeit im Museum entschließen, aussprechen. Wir sind für jede Hilfe dankbar!

Karl Hauer

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Interessante Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (25).

Eine mächtige in die Erde eingelassene Marmorplatte, die die Inschrift Meiner innigst geliebten Gattin Sophie Hansen, geborene Förster, geboren 24. November 1830, gestorben 20. Juli 1851 trägt, kennzeichnet das Grab einer unglücklichen jungen Frau. Der trauernde Witwer ließ noch einen sinnigen Zweizeiler auf der Platte unterbringen.

VON ERDENKUMMER FREI SCHWINGT ENGELGLEICH IHR SELIGER GEIST SICH AUF IN GOTTES REICH.

Die hier Beerdigte war die Tochter des erfolgreichen Architekten Ludwig Christian Friedrich Förster und die Ehefrau von Theophil Hansen gewesen. Der ältere Förster war mit dem jungen Hansen 1846 eine Arbeitsgemeinschaft eingegangen, in der sie gemeinsam bedeutende Projekte planten. Zwischen den beiden Männern hatte es immer wieder Differenzen gegeben, und die arme Sophie war zwischen den zwei starken Persönlichkeiten - hier der Vater, dort der Geliebte - gestanden und von ihnen offenbar in ihrem Lebenswillen erdückt worden. Kurz nach der Hochzeit kam es zum endgültigen Bruch zwischen den beiden Architekten. Sophie starb, und Förster zog sich vom gemeinsam geplanten Bau des Heeresgeschichtlichen Museums im Wiener Arsenal zurück.

INFO: Der ausführliche neue Führer durch den St. Marxer Friedhof, dem ein großer Orientierungsplan beigefügt ist, liegt nun für Interessenten vor. Sie können diesen im Bezirksmuseum Landstraße oder im Onlineshop erwerben.

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Der 3. Bezirk in Zahlen und Fakten (Stand 2005)
Der 3. Wiener Gemeindebezirk Landstraße ist mit 7,41 qkm der größte Bezirk Wiens innerhalb des Gürtels.
Bei der letzten Volkszählung im Jahre 2001 wurden 81.281 Einwohner festgestellt, was einen Rückgang gegenüber 1991 von etwa 5 % bedeutet.

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Bezirksvorsteher und ihre Amtszeiten:
Matthäus Mayer (1862-1876)
Karl Weissenberger (1876-1888)
Franz Schallaböck (1888-1891)
Johann Schober (1891-1897)
Paul Spitaler (1897-1919)
Adolf Lahner (1919-1934)
Viktor Kainzmayer (1934-1938)
Dr. Ludwig Fischer (April 1945-April 1946)
Josef Pfeifer (April 1946-1959)
Franz Seitler (1959-1973)
Jakob Berger (1973-1982)
Günther Reviczky (1982-1983)
Rudolf Bergen (1983-1989)
Erich Hohenberger (seit 1989)

Städtische Wohnhäuser und Wohnhausanlagen:
Zwischen 1921 und 1933 wurden von der Gemeinde Wien etwa 30 derartige Bauten errichtet, nach dem Zweiten Weltkrieg wurden mehr als 60 Häuser bzw. Anlagen gebaut.
Die Assanierung Erdbergs erfolgte in zwei Etappen: Zwischen 1921 und 1933 entstanden die großen Wohnhausanlagen wie der Hanusch-, Raben- und Anton-Kohl-Hof, ab 1956 wurde das Gebiet zwischen Leonhard- und Gestettengasse assaniert, wodurch einerseits die ehemalige Kugelgasse verschwand, anderseits die Bauten am Fiakerplatz und am Hainburger Weg geschaffen wurden. An diese segensreiche Aktion erinnert die Gedenktafel an der Fassade des Hauses Leonhardgasse 10.

Lesen Sie weiter auf der Museumsseite

Tagged in: Pläne
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Unser Mitarbeiter Peter Florin gestaltete diese Ausstellung. Er war viele Jahre bei der AUA beschäftigt und erzählt in einem reich bebilderten ausführlichen Kalendarium davon, wie sich dieses urspüngliche österreichische Paradeunternehmen ab 1958 entwickelte, wann welche Flugzeuge gekauft und wie lange diese in Dienst gestellt waren, wohin geflogen wurde, was sich beim schließlichen Verkauf an die deutsche LUFTHANSA abspielte und viele andere interessante Details.

Der Inhalt dieser Schau lässt erkennen, wie sehr Peter Florin mit diesem Unternehmen verbunden war. Hierzu gibt es doch auch ein kleines Lesebuch des Bezirksmuseum aus 2010/2 über die Austrian Airlines welches auch sehr interessant ist und über den Onlineshop  zu erwerben ist

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F A Q zum Blog

Q
Wie kann ich hier Blogger werden
A

BloggerUm selber Blogger zu werden, müssen Sie registriert sein. Als Forscher oder als Museumsleiter. Oder als Mitarbeiter, oder auch als Freund eines Museums. Sie haben sicher gemerkt, dass es Maler, Autoren hier z.B. gibt. Sie werden dann vom Administrator freigeschalten.

Q
Kann ich in mehreren Kategorien schreiben
A

Ja, bitte dazu eine Meldung an den Webmaster (webmaster@forschmit.at) schreiben mit der Wunschkategorie

Q
Wie schreibe ich einen Blog?
A

Worum geht es: einem Blogger sollte daran gelegen sein, dass seine Artikel nicht einfach nur gelesen, sondern auch gern gelesen werden. Es kann also nicht schaden, ein paar Grundsätze für gutes und verständliches Schreiben zu beachten. Ich persönlich verwende dafür die Bücher Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben von Rene J. Cappon und Journalistisches Schreiben von Roy Peter Clark, die ich beide nur empfehlen kann (siehe Bilder rechts). Ein paar Grundregeln:

  • Finde eine passende Überschrift: die Überschrift ist das Aushängeschild deines Artikels. Ein Besucher entscheidet meist anhand der Überschrift und der ersten Zeilen, ob er den Artikel lesen wird oder nicht. Ein Tipp, der bei mir funktioniert: ich schreibe erst den Artikel, und danach überlege ich mir die Überschrift. Wenn der Artikel schon fertig ist, fällt es meist viel leichter, eine passende Überschrift zu finden.
  • Strukturiere deinen Text: ein guter Artikel sollte ein klar umrissenes Thema besitzen, das aus der Überschrift deutlich hervorgeht. Längere Texte sollten in thematische Abschnitte mit Teilüberschriften gegliedert werden.
  • Sei transparent: viele Leser möchten gern wissen, wessen Artikel sie da gerade lesen. Dieses Wissen hilft, das Gelesene besser in das persönliche Weltbild einzuordnen. Also: mache in deinem Blog und ggf. in deinem Artikel deutlich, wer da gerade schreibt.
  • Lege Wert auf den Anfang und das Ende des Artikels: bei einem Artikel verhält es sich wie bei einem Vortrag – sofern der Anfang und das Ende begeistern, werden die meisten Leute den Vortrag positiv in Erinnerung behalten. Bei einem Blogartikel bietet es sich zudem an, seine Leser zur aktiven Teilnahme aufzufordern, z.B. indem sie ihre Meinung zu dem gelesenen Thema in die Kommentare schreiben. Merke: wer einen Artikel kommentiert, kommt wieder!

Mein Ratschlag: Spaß und Durchhaltevermögen

Egal um welches Thema sich der Blog dreht, es wird eine Weile dauern bis man eine größere Zahl von Lesern erreicht und dadurch etwas Leben und Feedback entsteht. Wichtig ist, dass man nicht schreiben sollte um von möglichst vielen Menschen gelesen zu werden, sondern weil man Spaß daran hat, die richtige Motivation besitzt und z.B. gern etwas mit anderen teilen möchte. Sofern man seinem Blog treu bleibt und regelmäßig gute, hilfreiche oder interessante Artikel schreibt, werden die Leserzahlen von ganz allein steigen.

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