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Bezirksmuseum Wien3 Blog

Hier berichten wir über das Geschehen aus dem Bezirksmuseum Landstraße, gemeinsam mit Freunden unseres Museums

Das Buch der Landstraßerin Dr. Eva Bauer WIR VOM JAHRGANG 1946 - KINDHEIT UND JUGEND IN ÖSTERREICH erschien vor kurzem im deutschen Wartberg Verlag. Das reich bebilderte Buch enthält eine Rückschau auf Ereignisse, die ihre Kindheit und Jugend geprägt haben.
Der Leser wird an die Nachkriegszeit, das Leben inmitten von Ruinen, den Wiederaufbau, den Staatsvertrag, den ersten Mann im Weltall, das "Wirtschaftswunder" verbunden mit den gesellschaftlichen Umbrüchen dieser Zeit, das damals neue Getränk "Chabesade" aber auch an die Beatles und die Swinging Sixties erinnert, um nur einiges zu nennen.
Es war eine Zeit, in der die Menschen offenbar mehr Zusammenhalt als heute an den Tag legten, eine Zeit der Entbehrungen und Hoffnungen auf eine bessere Zukunft. Frau Dr. Bauer liest daraus anlässlich unserer Eröffnung am Freitag, dem 11. November 2011 ab 19:00 Uhr. Eva Bauers Buch finden Sie im Verlag hier

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"GLÜCKWUNSCH ZUM GEBURTSTAG - DIE ARENA UND DIE BASISKULTUR - SIND MEHR ALS EIN DRITTELJAHRHUNDERT ALT

In den 70erjahren hatte Wolfgang Ambros traurig gesungen

Hoiba zwöfe, da Wirt macht an Bahö – Hoiba zwöfe, mir soll’n endlich geh’n. Hoiba zwöfe, de Stimmung is’ dahin, weu um hoiba zwöfa is finsta in mein Wien,

und dann ereignete sich plötzlich etwas, was für viele Wiener unvorstellbar war.

Ich frage bewusst provokant: „Wer erinnert sich außer mir noch an die Reaktionen auf die Ereignisse in St. Marx im Sommer 1976?“

Da fallen mir einige gute Freunde ein, die damals ebenso wie ich davon überzeugt waren, dass dort etwas in Bewegung gesetzt wird, das die Kultur in unserer Stadt durch die Aktivierung der jungen Basis völlig umkrempelt. ..."

 

 

 

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Landstraßer/innen,  über die man auch heute noch (manchmal) spricht.

Erinnern Sie sich an den vor einigen Jahren in aller Munde gewesenen Steven-Spielberg-Spielfilm "Schindlers Liste" aus dem Jahr 1993? Auch Österreicher hatten während der Nazizeit den Mut besessen, jüdischen Menschen zu helfen - beispielsweise versteckte die damals prominente Schauspielerin Dorothea Neff viele Jahre lang ihre jüdische Freundin - beziehungsweise sie vor der drohenden Ermordung zu bewahren.

Einer dieser Männer war der am 9. Jänner 1900 geborene Anton Schindler, der in seiner Jugend im Haus Landstraßer Hauptstraße 75-77 lebte. Um der Wahrheit die Ehre zu geben, muss ich gestehen, dass es nur wenige Helfer, dafür aber umso mehr Gleichgültige und sogar viele Täter gab, die sich aktiv an der Judenverfolgung und Bereicherung durch Diebstahl jüdischen Besitzes beteiligten. Schindler lebte bis zu seiner Einberufung in die Deutsche Wehrmacht im 20. Bezirk, wo er als gelernter Elektroinstallateur ein Radiogeschäft betrieb.

Als Feldwebel der Deutschen Wehrmacht begann er 1941 in Vilnius (Wilna, Litauen) gemeinsam mit dem Karmeliterpater Andrzej Gdowski dem Holocaust Widerstand entgegenzusetzen, indem er jüdischen Menschen gefälschte Papiere besorgte, mit denen sich diese retten konnten. Ja, er brachte sogar bei Nacht jüdische Todeskandidaten über die russische Grenze ins 40 Kilometer entfernte Lida, wo zu dieser Zeit die Judenvernichtung noch nicht angelaufen war. Seine Hilfsbereitschaft sprach sich unter der jüdischen Bevölkerung herum, und so wurde er am 10. November 1941 von Hermann und Anita Adler kontaktiert, die ihn als Abgesandte der Widerstandsgruppe im Ghetto von Wilna aufsuchten. Gemeinsam mit dem Ehepaar Adler rettete er hunderten Todgeweihten mittels Rettungsfahrten nach Lida und Bialystok (Polen) vorläufig das Leben. Schmid war auch an der Vorbereitung des Aufstandes im Warschauer Ghetto beteiligt, indem er eine Delegation des jüdischen Widerstandes nach Warschau brachte (zit. Wikipedia),

Schmid wurde von Kameraden denunziert, zum Tod verurteilt und am 13. April 1942 im Wehrmachtsgefängnis von Vilnius erschossen. In seinem letzten Brief an die Familie hatte er unter anderem geschrieben: "... Ich habe nur als Mensch gehandelt und wollte niemandem weh tun ..."

1967 zeichnete ihn Yad Vashem als Gerechten unter den Völkern aus. 1990 wurde nach ihm eine Wohnhausanlage der Gemeinde Wien in der Brigittenau benannt, und seit 2002 trägt eine Promenade am linken Donaukanalufer seinen Namen. Im 3. Bezirk erinnert nichts an diesen tapferen Mann.

 

Weitere Bilder von Persönlichkeiten, Portraits, präsentieren wir in der History Online-Datenbank 

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PESTKREUZ BEI DER BAUMGASSE
Dort, wo die Baumgasse von der Landstraßer Hauptstraße abzweigt - seit kurzem ist der kleine Platz nach dem Gründer der Pfadfinderbewegung Emmerich Teuber benannt - steht eine Säule, die an das Pestjahr 1713 erinnert. Sie ist das Beispiel eines typischen barocken Bildstockes, die häufig an Wegkreuzungen errichtet wurden.
Die Halbreliefs an den vier Seiten sind noch gut zu erkennen. An der Vorderseite sieht man eine Darstellung der Kreuzigung Christi.

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Im 18. Jahrhundert wurden während der Regierungszeit Maria Theresias englische Betreiber von Manufakturen nach merkantilistischen Gesichtspunkten in den Wiener Vorstädten angesiedelt. So auch in Erdberg und auf der Landstraße.
Im Haus Erdberg Kirchengasse Conscr. Nr. 40 (= Apostelgasse 4) betrieb Thomas Lighthowler eine Knopffabrick, in der er tombakene (= Knöpfe aus Messing), zinnene und gepresste Formen-Knöpfe herstellte, und im Haus mit der Conscr. Nr. 41 (= Apostelgasse 6) befand sich die Bleystefftenfabrick der Brüder Thomas und Jakob Langish.
An der Anschrift Erdberg Kirchengasse Conscr. Nr. 44 (= Apostelgasse 12) gab es auch einen Manufakturbetrieb, der von Joseph Binder, einem Nichtengländer, betrieben wurde. Seine Erzeugungsstätte wurde in der Umgebung Waderlmacherhaus genannt, weil dort Fächer hergestellt wurden.
An der Anschrift Blumengasse Conscr. Nr. 5 (= Kundmanngasse 33) stellte Thomas Grow in seinem k.k. Fabrickenhaus gemeinsam mit seinen Mit- arbeitern Jakob Selli und Johannes Janson vorzüglich Uhrketten, Schnalln und Lichtputzen (= Dochtscheren) her.

Haus zum Schwarzen Ochsen

An der Stelle des heutigen Hauses Ungargasse 47 wurde 1775 der hochlöbliche Comercien Hof eingerichtet und 1783 findet man hier die k.k. Comercial Verlagskasse. Diese damals neue staatliche Einrichtung sollte im Zeitalter des Merkantilis- mus zur Belebung der Wirtschaft insbesondere der Spinnereien beitragen. Hier in der Ungargasse befanden sich Warendepots  und Unterkünfte für die Bediensteten dieses Staatsbetriebs. Diese Baulichkeit war sehr weitläufig, weshalb es hier auch ein Gasthaus mit dem schönen Namen "Zum schwarzen Ochsen" gab, das von Johann Füring bewirtschaftet wurde, wofür er dem Staat 20 fl (= Gulden) Steuer zu bezahlen hatte.
Offenbar erfüllte der Kommerzienhof nicht die in ihn gesetzten Erwartungen, weil er bereits im Jahr 1800 nicht mehr bestand. Ab diesem Jahr hieß der Besitzer der weitläufigen Anlage Matthew Rowsthorne, der bereits seit 1765 - er war aus Presten / Lancashire nach Wien gekommen - an anderer Stelle in unserer Stadt ebenfalls so wie Thomas Lighthowler in Erdberg Messingknöpfe erzeugte.

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Landstraßer/innen, über die man auch noch heute (manchmal) spricht (3).

Opernkomponist Chr. Willibald Gluck
Der große Opernreformator entstammte der kinderreichen Familie eines Försters, der 1717 aus der Pfalz nach Böhmen gekommen war.  Schon in seiner Kindheit erlernte er das Spielen mehrerer Instrumente. 1731 kam er nach Prag, wo er Logik und Mathematik zu studieren begann. Schon bald tauchte er in Mailand auf, wo er an ein Orchester engagiert wurde. Hier lernte er nicht nur das Wesen der Oper kennen, sondern hatte auch das Glück, vom damals bedeutenden Komponisten Giovanni Battista Sammartini Unterricht in Kompositionslehre zu erhalten, und 1741 wurde seine erste Oper Artaserse in Mailand uraufgeführt. Bis 1745 blieb er in Italien, wo er seine nächsten sieben Opern komponierte und aufführte.

Ab 1746 bereiste er komponierend Europa. Aufenthalte in London, Dresden und Kopemhagen sind bekannt. 1750 hielt er sich in Wien auf, wo er in der Kirche St. Ulrich die wohlhabende 18jährige Wiener Bürgerstochter Maria Anna Bergin heiratete, wodurch er finanziell unabhängig geworden war.

Ab 1752 ließ sich Gluck endgültig in Wien nieder, erhielt eine Anstellung als Kapellmeister und wurde von Papst Benedikt XIV. zum Ritter des goldenen Sporns erhoben. Bisher hatte er seine Opern in der Art der opera seria und der opera buffa komponiert. Ab den Sechzigerjahren kamen ihm Bedenken über den Inhalt und die Form der aufgeführten Opern, und er beschloss, in Zukunft komische Opern zu schaffen, in denen die menschlichen Gefühle der dargestellten Figuren im Vordergund stehen. 1764 brachte er nach einer zweijährigen Pause seine Reformoper La recontre imprévue dem Wiener Publikum mit großem Erfolg zu Gehör. 1774 erhielt er den Titel K. k. Hofcompositeur, der mit einem jährlichen Gehalt von 2.000 Gulden verbunden war.

Nach dem großen Erfolg mit seiner Oper Alceste kaufte er ein  Haus samt Garten an der heutigen Anschrift Rennweg 93. Als Gluck 1779 in Paris die Proben für seine neue Oper Écho et Narcisse überwachte, erlitt er einen Schlaganfall, dem zwei Jahre späterer ein weiterer folgte. Weil Lähmungserscheinungen auftraten, tauschte der Komponist sein St. Marxer Haus gegen eines in Perchtoldsdorf, von wo er 1784 auf die Wieden übersiedelte. Er lebte nun zurückgezogen, komponierte aber weiterhin.

Nach seinem Tod wurde er auf dem ehemaligen Matzleinsdorfer katholischen Friedhof, der  uns seit 1923 als Waldmüllerpark bekannt ist, beigesetzt. Seine sterblichen Überreste wurden in ein Ehrengrab im Wiener Zentralfriedhof umgebettet.

Christoph Willibald Gluck gilt heute als erster international anerkannter Starkomponist - mehr als 50 Opern, außerdem mehrere Ballette und Instrumentalwerke - und alle bedeutenden Komponisten nach ihm sahen in seiner Musik und Theorie den Beginn der modernen Bühnenmusik.

An der Stelle, wo der Komponist sein Haus hatte, gibt es keine Gedenktafel für ihn. Lesen Sie doch bitte weiter auf unserer Museumshomepage

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Der Keller in St. Marx

"Vor etwas mehr als einem Jahr hatte ich die Idee, die unterirdische Landstraße zu erkunden. Die damalige Redakteurin der "Bezirkszeitung" veröffentlichte auf meine Bitte einen entsprechenden Artikel, und bald meldeten sich überraschend viele Personen, die bereit waren, dieses Forschungsprojekt zu übernehmen, wofür ich hier allen von ganzem Herzen danke. Sie besuchten unter anderem die ehemaligen Eiskeller in St. Marx sowie einige Keller in alten Landstraßer Häusern, wie beispielsweise den des "Alten Hellers" in der Ungargasse. Ihre bisher letzte und umfangreichste, aber auch aufwändigste und anstrengendste Unternehmung betraf den Bereich des ehemaligen Beatrixbades.
Davon erhoffte ich mir im stillen eine ansatzweise Aufklärung über die dort bis 1849 bestandene k.u.k. Stuckbohrerei, die damals mit dem Wasser des vorbeifließenden Wiener Neustädter Kanals betrieben wurde, zu erhalten. Leider blieb nur die Hoffnung. Engagierte Fotografen machten viele Aufnahmen von allen besuchten Orten, und die gemachten Funde lagern inzwischen in unserem Bezirksmuseum, bis wir so viel Material haben werden, dass es sich lohnt, diese der Öffentlichkeit in einer Ausstellung zu zeigen. In unserem Blog werden Sie in Zukunft immer wieder Kurzbeiträge zu diesem Thema finden."

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Vuk Stefanovic Karadzic
VUK stefanovic karadzic-porträt (3)In der Grünanlage vor dem Haus Rasumofskygasse 22 steht seit 1989 das Denkmal für den Schöpfer der serbischen Schriftsprache Vuk Stefanovic Karadzic (1787, Serbien - 1864, Wien), das ein offizielles Geschenk der Stadt Belgrad an Wien war.
Er verbrachte seine Jugend als Bauernsohn ohne ordentliche Schulausbildung in Serbien. Vuk Stefanovic - den Namen Karadzic nahm er erst in Wien an, weil er aus dem gleichnamigen serbischen Ort stammte - beteiligte sich zweimal am Aufstand seiner Landsleute gegen die Türken 1804 bis 1813, bei dem er schwer verletzt wurde, worauf er nach Wien floh, wo er mit Jan Kopitar, dem Vater der Slawistik bekannt wurde.
Dessen Forschungen begeisterten den jungen Mann derart, dass er sich entschloss, seiner serbischen Muttersprache ein cyrillisches Alphabet zu geben und die phonetisch serbokroatische Rechtschreibung festzulegen; seine schließlich wissenschaftlich anerkannte Arbeit war die Grundlage der kulturellen Einigung der Serben und Kroaten.
Von der Tätigkeit der Brüder Grimm inspiriert, legte Karadzic eine umfangreiche Sammlung serbischer Volkslieder, -Dichtungen und -Märchen an.
1814 veröffentlichte er eine serbische Grammatik, 1818 ein serbisch-deutsch-lateinisches Wörterbuch und übersetzte 1847 das Neue Testament nach den von ihm gesetzten neuen serbischen Sprachnormen.
1818 heiratete er die Landstraßerin Anna Kraus in der Rochuskirche, mit der er 13 Kinder zeugte. Seine Tochter Wilhelmine (1828-1894) unterstützte ihren Vater bei dessen Forsachungsarbeiten und wurde in späteren Jahren zu einer gefragten Malerin.
Wie es zu Karadzics Lebzeiten in nicht vermögenden Familien üblich war, wechselte auch die Familie Karadzic häufig die Wohnung; insgesamt hatte sie neun Wohnadressen in unserem Bezirk. Im Haus Marokkanergasse 3 - hier gibt es eine Gedenktafel für ihn - starb der Wissenschafter und wurde auf dem St. Marxer Friedhof beigesetzt, wo sein Grabstein zu sehen ist. 1897 wurden seine sterblichen Überreste in ein Ehrengrab in Belgrad überführt.

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Der dritte Bezirk nimmt in dieser Hinsicht einen hervorragenden Platz ein, wobei das Belvedere, einst das Sommerpalais des Prinzen Eugen, unzweifelhaft als die Krone typisch österreichischer Schöpfung gilt. Wir arbeiten derzeit an der Herausgabe eines Museumsheftes mit dem Titel "Paläste auf der Landstraße", in dem alle noch erhaltenen und nicht mehr bestehenden Paläste auf dem Bezirksgebiet genannt werden. Deshalb stellen wir auch unsere Homepage in diesem Bereich insofern um, dass hier sowohl die abgerissenen als auch die noch erhaltenen derartigen Bauten unter einem Stichwort zu finden sind, um Ihnen diese Informationen leichter finden zu lassen. Einige dieser heute noch erhaltenen Bauten sind heute Sitz von Botschaften, andere werden von staatlichen Institutionen genutzt.

Besuchen Sie doch die Museumsseite mit allen angeführten Palästen; navigieren Sie dort links im Menü hinunter bis zur Liste (rote Überschrift).

 

Ein Palais: Palais Fanto

David Fanto (gest. 1922) ließ dieses den Häuserblock PalaisFanto1678Schwarzenberplatz 6 - Zaunergasse 1-3 - Lisztstraße 10 - Daffingerstraße 1 umfassende Gebäude, das als spätestes Bauwerk im Ringstraßenstil gilt, 1917/18 von den beiden Architekten Ernst - Gotthilf von Miskolczy und Alexander Neumann erbauen. Miskolczy erbaute auch das ehemals benachbarte Palais Pollack-Parnau sowie das Wohnhaus des Denkmalgestalters Zumbusch in der Jacquingasse. Der Bauherr hatte seine Karriere in jungen Jahren als Lehrling bei einem Petroleumhändler begonnen. Als später erfolgreicher Geschäftsmann kaufte er Ölquellen in Galizien, Polen und Rumänien. Mit französischer Beteiligung gründete er in Pardubitz die erste österreichische Raffinerie und beteiligte sich an Ölbohrungen im Nahen Osten. Während des Ersten Weltkrieges gelang es ihm, ein großes Vermögen zu erwerben. 1916 kaufte Fanto das Schloss Pottenstein bei St. Pölten, 1917/18 ließ er dieses Stadtplais erbauen. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges engagierte er sich in Tschechien für die Wiederherstellung der Monarchie. 1920 ging er in die USA, wo er 1922 starb. Er hinterließ zwei Töchter, die sein Erbe übernahmen.

Das Palais Fanto war jahrzehntelang der Sitz des Österreichischen Branntwein-Monopols. Derzeit wird ein Teil des Palais vom Arnold-Schönberg-Center genutzt. ........

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Interessante Landstraßer Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (12)

 

Maria-Theresia-OrdenAufmerksame Besucher des Friedhofs staunen über die große Anzahl der hier beerdigten Maria-Theresien-Ordensritter. Die Installation dieses Ritterordens durch Erzherzogin Maria Theresia am 18. Juni 1757 erfolgte nach dem österreichischen Sieg in der Schlacht von Kolin gegen das königlich preußische Heer. Wenn ich das während einer Führung erwähne, merke ich zumeist einerseits Unwissen, aber anderseits Interesse. Ich versuche nun so kurz wie möglich zu informieren: Die erwähnte Schlacht wurde im Verlauf des so genannten Siebenjährigen Krieges (1756-1763) geschlagen. In diesem Krieg standen einander nicht nur Preußen und Österreich gegenüber; auf der Seite der Preußen kämpften englische Truppen, und Österreich war sowohl mit Russland und Fankreich verbündet, was bedeutete, dass es auch in Nordamerika Kampfhandlungen zwischen diesen beiden europäischen Kolonialmächten gab. 1763 beendete der Friede von Hubertusburg endlich die kriegerischen Auseinandersetzungen: Fazit 550.000 gefallene Soldaten, etwa 500.000 ge- tötete Zivilisten und der status quo ante bellum. Alles blieb beim alten, aber die sieben Jahre hatten mehr als einer Million Menschen das Leben gekostet. Nun zum Ritterorden: Im Falle einer besonders tapferen Tat, die die Folge der Eigeninitiative eines Offiziers war und zum Erfolg führte, konnte die Verleihung dieses Ordens, die mit der erblichen Erhebung in den Adelsstand verbunden war, beantragt werden. INFO: Der ausführliche neue Führer durch den St. Marxer Friedhof mit einem beigelegten Orientierungsplan liegt nun für Interessenten vor. Sie können diesen im Bezirksmuseum Landstraße oder im Onlineshop erwerbem.

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WiderstandskämpferinIch schreibe diesen Beitrag, nachdem ich vor einigen Tagen in einem Gespräch darüber belehrt wurde, dass die Österreicher keinen Widerstand gegen den Nazi- faschismus geleistet hätten. Weil ich es besser weiß (im 3. Bezirk gab es immerhin 92 von mir recherchierte Widerstandskämpfer, von denen 15 für ihre Überzeugung starben), schreibe ich diesen Blogbeitrag. Nicht nur, dass es an der Fassade der Stephanskirche links vom Heidentor das in den Stein geritzte Signum O5 - das steht für OESTERREICH, O und E (der 5. Buchstabe des Alphabets) - zu sehen gibt - für Nichtinformierte zur Auf- klärung: Das war das Geheimzeichen einer überparteilichen Widerstands- gruppe, das für Österreich stand - gab es Gruppierungen quer durch alle politischen Überzeugungen: Von Katholiken (z. B. Schwester Restituta) über Christlichsoziale (z.B. Leopold Figl) bis Sozialdemokraten (z. B. Robert Danneberg) und Kommunisten (z. B. die Erdbergerin Grete Jost).

Die 1916 geborene Grete Jost war während ihrer jungen Jahre Mitglied der sozialdemokratischen Jugendorganisation. Von der Haltung ihrer Partei im Jahr 1934 enttäuscht, wandte sie sich dem kommunis- tischen Widerstand gegen den Ständestaat zu. Auch nach dem "Anschluss" unterstützte sie die kommunistischen Gruppierungen, indem sie beispielsweise Flugblätter, die sich mit der Aufforderung zum Widerstand an Wehrmachtsangehörige richteten, verteilte. Außerdem versorgte sie viele Menschen mit aufklärender Literatur über die wahren Hintergründe der Naziherrschaft. Am 9. Februar 1941 wurde sie verhaftet, am 23. September 1942 wurde ihr der Prozess gemacht, und am 15. Jänner 1943 wurde sie geköpft. An der Fassade ihres Wohnhauses in der Baumgasse - Rabenhof - gibt es für diese tapfere junge Frau eine Gedenktafel.

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Interessante Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (30)

 

Portrait

Der im ungarischen Teil der Monarchie geborene Anton Rosas studierte zuerst in Pest und dann in Wien Medizin, wo er 1814 promovierte und 1816 ein Chirurgiestudium abschloss. Nach einem Studienaufenthalt in Paris übernahm er in Wien die Universitäts-Augenklinik, die er bis 1853 leitete. Für seine medizinischen Verdienste auf dem Gebiet der Augenheilkunde wurde er 1836 geadelt. Er galt als hervorragender Lehrer sowie Operateur und veröffentlichte zahlreiche Fachbücher. Ihm ist auch die Herstellung von Wachsmodellen zur Verdeutlichung verschiedener Augenerkrankungen zu verdanken. Alle diese Verdienste lassen es unglaublich erscheinen, dass er sich als der Initiator der Intrigen gegen seinen Arztkollegen Ignaz Philipp Semmelweis entpuppte.

 

Rosas Grab

 

Seine Gruft befindet sich in unmittelbarer Nähe der Stippergerschen Begräbnisstätte.

INFO: Der neue ausführliche Führer durch den St. Marxer Friedhof ist mit einem Orientierungsplan versehen und liegt nun für Interessenten vor. Sie können diesen entweder im Bezirksmuseum Landstraße oder im Onlineshop erwerben.

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Ausstellungseröffnnung am 16. Sept. 2011Seit der ersten Eröffnung nach der Sommerpause am

Freitag, 16. September 2011 gibt es für unsere Besucher (s. Bild nebenan)     

vier (!) neue Ausstellungen: Erdpurch³ + Dietrichgasse 36 + Margit Zonsics + Archäologische Funde

 

 

 

 

 

ERPURCH³ Die drei Erdberg Idee und Gestaltung Karl Hauer und Karl Schlemmer Außer unserem einstmals malerisch gewesenen Bezirksteil Erdberg zeigen wir unseren Besuchern zwei Ortschaften desselben Namens: Erdberg bei Poysdorf im Weinviertel und Erdberg nahe Znaim in Mähren, das mit seinem tschechischen Namen Hrádek heißt. Interessant ist, dass die Ortsnamen in jedem Fall von einer dort im frühen Mittelalter befindlichen Erdburg abgeleitet wurden und dass die katholischen Pfarrkirchen den beiden Heiligen Petrus und Paulus geweiht sind.

DIETRICHGASSE 36 Eine Schule wird 100 Idee und Gestaltung durch Schüler und Lehrer aus der Dietrichgasse

Die ehemalige Hauptschule wurde als Bürgerschule gegründet und hat in Erdberg Tradition. Ältere Erdberger erinnern sich gerne an ihre Schulzeit in dieser Anstalt und besonders daran, dass auf Initiative der Schüler und zweier Lehrer - Gustav Greiner und Franz Schmid - 1928 die Broschüre "Das sterbende Erdberg" erschienen ist. Seit 1983 wird die Anstalt als "Musikhauptschule" mit Integrationsklassen geführt, in denen "RegelschülerInnen" gemeinsam mit lernbehinderten oder schwerstbehinderten Kindern unterrichtet werden.

MARGIT ZONSICS eine Erdberger Malerin Idee und Gestaltung Margit Zonsics Alle ihre Arbeiten, ob Ansichten von Landschaften, Porträts oder beispielsweise ihr Gruppenbild "Schulklasse" strahlen Leben und Zuversicht aus. Die Ausstellung ist sehenswert.

ARCHÄOLOGISCHE FUNDE IM 3. BEZIRK Idee und Gestalung durch die Wiener Stadtarchäologen

Auf Anregung unserer Bezirksvertreter gestaltete die Wiener Stadtarchäologie diese Ausstellung, in der die interessantesten Funde der letzten Jahre - neolithische Wohngrube am Rennweg, Rest einer römischen Straße und frühmittelalterliche Gräber im Bereich der Aspanggründe, Spitzgraben als Teil der Verteidigungsanlagen in der Klimschgasse und vieles anderes mehr - gezeigt werden.

Unsere Öffnungszeiten sind unverändert an jedem Mittwoch von 16:00 bis 18:00 Uhr und an Sonntagen von 10:00 bis 12:00 Uhr.

Sonntag, 30. Oktober 2011 ist der letzte Ausstellungstag. Der Eintritt ist frei.

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Interessante Landstraßer Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (13)

 

Saechsische Krieger
Zu beiden Seiten des Mittelweges findet der Besucher am Beginn der Schachtgräberabteilung hinter Sträuchern versteckt zwei gleichartige lang gestreckte Steine: Links vom Weg findet an die Inschrift HIER RUHEN SÄCHSISCHE KRIEGER, 1866, auf dem gegenüber befindlichen Stein ist HIER RUHEN ÖSTERREICHISCHE KRIEGER, 1866 zu lesen. 1866 fand die Entscheidungsschlacht im Preußisch-Österreichischen Krieg, in dem das Königreich Sachsen mit Österreich verbündet war, bei Königgrätz statt.
Die verwundeten österreichischen und sächsischen Soldaten wurden zur Pflege nach Wien gebracht. Eines der Hilfslazarette befand sich im ehemaligen Reitschulgebäude des seinerzeitigen Equitationsinstitutes in der Ungargasse. Heute befindet sich an der Stelle dieses Institutes das Gebäude der HTL, und das Reitschulgebäude stand an der Stelle des heute gegenüber befindlichen Hotels.


Die auf Grund ihrer Verletzungen gestorbenen Soldaten wurden schließlich in diesen beiden Schachtgräbern beerdigt. INFO: Der ausführliche neue Führer durch den St. Marxer Friedhof mit einem beige- legten Orientierungsplan liegt nun für Interessenten vor.
Sie können diesen im Bezirksmuseum Landstraße oder im Onlineshop erwerben.

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Austellung im Bezirksmuseum

Viele ehemalige Schüler dieser Anstalt waren bereits Besucher dieser Ausstellung und berichten dann im Gespräch von ihren Erlebnissen an der Anstalt. Die Ausstellung wurde mit viel Liebe gestaltet und zeigt anhand von Bildern die Entwicklung des Schulwesens in den letzten 100 Jahren. Wegen des großen Publikuminteresses werden wir die Ausstellung auch nach der nächsten Eröffnung im November weiterhin in unserem Museum belassen.

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Erdburg Motte



Karl Schlemmer, ehemaliger Bürgermeister und historisch "beschlagener" Bewohner der kleinen Gemeinde Erdberg nahe Poysdorf, machte mich vor Jahren darauf aufmerksam, dass seine Heimatgemeinde nicht nur denselben Namen wie unser Bezirksteil trägt, sondern dass sich derselbe ebenso wie im Falle unseres Erdberg von der dort wie hier im Mittelalter bestandenen Erdburg ableitet.
Dann erzählte er mir noch, dass die Pfarrkirche seiner Gemeinde denselben Schutzheiligen - nämlich Petrus und Paulus - geweiht ist, wie die Pfarrkirche in der Erdbergstraße.
Und schließlich kam "der Hammer": Und alle diese Übereinstimmungen treffen auch im Fall des mährischen Ortes Hrádek nahe Znaim - bis 1945 hieß sie ebenfalls Erdberg - zu.
Das war Material für eine Ausstellung genug!
Zur Eröffnung am Freitag, dem 16. September kamen nicht nur die Weiviertler Erdberger, sondern auch eine achtköpfige Abordnung samt dem Bürgermeister aus Mähren - ihr Verkehrsmittel war ein Mannschaftswagen der örtlichen Feuerwehr!

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Landstraßer/innen, über die man auch noch heute (manchmal) spricht (2).

 

Messerschmidt

Weil wir mit Paul Sorbait soeben in der Ungargasse waren, soll die Vorstellung des Bildhauers Franz Xaver Messerschmidt, der einige Zeit der Besitzer des Vorgängerbaues des Hauses Ungargasse 5 war, folgen. Leider gibt es an dieser Stelle keine Gedenktafel für den Künstler. Auch er war ein "Beutelandstraßer", der aus Bayern stammte. Nachdem er in München und in Graz die Bildhauerei studiert hatte, kam er 1755 nach Wien.

Maria Theresia schätzte ihn derart, dass sie von ihm Bronzestatuen anfertigen ließ, die sie und ihren Mann Franz Stephan von Lothringen in einer Apotheose während der Krönung zeigten. Schon davor hatte Messerschmidt Bronzereliefs von Joseph II. und dessen Ehefrau Isabella von Parma geschaffen.

Ab 1770 beschäftigte sich der Künstler mit der Herstellung von Büsten, die karikaturhafte Züge tragen. Während seines Aufenthalts in Preßburg, wo er schließlich auch starb, schuf er mehr als 50 derartige Arbeiten, an denen er alle Arten von physiognomischen Zuständen bis zu extremen Grimassen darstellte.

Das Wiener Belvedere besitzt sowohl die erwähnten Bronzekunstwerke als auch eine Reihe seiner Charakterköpfe. Auch an Messerschmidt erinnert keine Gedenktafel in unserem Bezirk; 1894 wurde im 18. Wiener Gemeindebezirk nach ihm eine Gasse benannt.

Lesen Sie bitte weiter auf der Homepage des Bezirksmuseums

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Die Eröffnung unserer neuen Ausstellungen war ein voller Erfolg. Hier möchte ich Ihnen von der Kleinausstellung berichten, die von den Wiener Stadtarchäologen für uns zusammengestellt wurde. Sie stellt einen Querschnitt dar, der aufzeigt, wo überall in unserem Bezirksgebiet in den letzten Jahren archäologische Funde zutage kamen. Die archäologischen Zeiträume reichen vom Neolithikum (Wohngrube unter dem Bereich Rennweg 16) und die Bronzezeit (Grabfund in den Spanggründen) über die La-Tene-Periode (Grubenhaus auf dem Grundstück des Krankenhauses Rudolfstiftung), die Römerzeit (Ziegelei in der Mechelgasse, Römerstraße ) und Völkerwanderung (Awarengräber auf den Aspanggründen) bis ins Mittelalter (Brunnen in der Klimschgasse) und in die Neuzeit (Hafenbecken des Wiener Neustädter Kanals und Reste des Linienwalles am Wildgansplatz) Als Schwerpunkt wurden die Funde auf dem Standort der ehemaligen römischen Zivilstadt -  heute wird das Gebiet als Aspanggründe bzw. als Eurogate bezeichnet - ausgewählt. Übrigens können Sie sich unter www.wien.gv.at/archaeologie/projekte/grabungen.html#bezirk3 über weitere Grabungen in unserem Bezirk informieren.

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Seit der ersten Eröffnung nach der Sommerpause am Freitag, 16. September 2011 gibt es für unsere Besucher vier (!) neue Ausstellungen:

ERPURCH³ Die drei Erdberg Idee und Gestaltung Karl Hauer und Karl Schlemmer

Erdburg MotteErdburg Motte, wahrscheinliches AussehenAußer unserem einstmals malerisch gewesenen Bezirksteil Erdberg zeigen wir unseren Besuchern zwei Ortschaften desselben Namens: Erdberg bei Poysdorf im Weinviertel und Erdberg nahe Znaim in Mähren, das mit seinem tschechischen Namen Hrádek heißt. Interessant ist, dass die Ortsnamen in jedem Fall von einer dort im frühen Mittelalter befindlichen Erdburg abgeleitet wurden und dass die katholischen Pfarrkirchen den beiden Heiligen Petrus und Paulus geweiht sind.

DIETRICHGASSE 36 Eine Schule wird 100 Idee und Gestaltung durch Schüler und Lehrer aus der Dietrichgasse

Die ehemalige Hauptschule wurde als Bürgerschule gegründet und hat in Erdberg Tradition. Ältere Erdberger erinnern sich gerne an ihre Schulzeit in dieser Anstalt und besonders daran, dass auf Initiative der Schüler und zweier Lehrer - Gustav Greiner und Franz Schmid - 1928 die Broschüre "Das sterbende Erdberg" erschienen ist. Seit 1983 wird die Anstalt als "Musikhauptschule" mit Integrationsklassen geführt, in denen "RegelschülerInnen" gemeinsam mit lernbehinderten oder schwerstbehinderten Kindern unterrichtet werden.

MARGIT ZONSICS eine Erdberger Malerin Idee und Gestaltung Margit Zonsics

Schulklasse v. ZomsicsSchulklasseDie Erdberger Künstlerin zeigt sowohl Grafiken als auch Acrylbilder.

Alle ihre Arbeiten, ob Ansichten von Landschaften, Porträts oder beispielsweise ihr Gruppenbild "Schulklasse" strahlen Leben und Zuversicht aus. Die Ausstellung ist sehenswert.

ARCHÄOLOGISCHE FUNDE IM 3. BEZIRK Idee und Gestalung durch die Wiener Stadtarchäologen

Hockergrab Ausgrabung 1999HockergrabAuf Anregung unserer Bezirksvertreter gestaltete die Wiener Stadtarchäologie diese Ausstellung, in der die interessantesten Funde der letzten Jahre - neolithische Wohngrube am Rennweg, Rest einer römischen Straße und frühmittelalterliche Gräber im Bereich der Aspanggründe, Spitzgraben als Teil der Verteidigungsanlagen in der Klimschgasse und vieles anderes mehr - gezeigt werden.

Unsere Öffnungszeiten sind unverändert an jedem Mittwoch von 16:00 bis 18:00 Uhr und an Sonntagen von 10:00 bis 12:00 Uhr.

Sonntag, 30. Oktober 2011 ist der letzte Ausstellungstag. Der Eintritt ist frei.

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Am Dienstag, 18. Oktober 2011 findet ab 18:30 Uhr in unserem Museum die Lesung aus dem Buch Wilhelm Weixlbraun - eine notwendige Erinnerung an einen großen Österreicher durch den Autor Dr. Manfred Pawlik statt.

Wilhelm Weixlbraun war ein österreichischer Widerstandskämpfer, der 1943 wegen seines Eintretens für ein freies und unabhängiges Österreich enthauptet wurde.

Dr. Pawlik entdeckte im Müllsack eines Trödlers eine Dokumentenmappe, die alle Briefe Wilhelm Weixlbrauns aus der Todeszelle an seine Frau, enthielt.

Der Autor beschreibt einfühlend die extreme Situation von aufrechten Österreichern in den Kerkern des Nationalsozialismus und zeigt auf, wie notwendig die Auseinandersetzung mit dem Widerstandskampf für die österreichische Gegenwart und Zukunft ist.

Ich lade Sie ein, sich diesen Abend nicht entgehen zu lassen.

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Interessante Landstraßer Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (11)

 

Jakob DegenEin im Gebüsch versteckter kleiner Grabstein bezeichnet die Stelle, wo der aus der Schweiz stammende Erfinder und Flugpionier Jakob Degen (1760?-1848) beerdigt wurde.

Wahrscheinlich war Degen 1770 mit seinem Vater, einem Bandweber, nach Wien gekommen, wo er ab 1778 das Uhrmacherhandwerk erlernte, in dem er 1792 Meister wurde. Das war die Zeit, als in Frankreich die Brüder Montgolfier ihre Ballonflug- versuche unternahmen; Degens Idee war, ein durch Muskelkraft betriebenes Luftfahrzeug zu konstruieren. Er arbeitete mehr als zehn Jahre an seinem Modell und unternahm mehrere Jakob Degen SchwingenfliegerFlugversuche, die aber alle nicht den gewünschten Erfolg hatten. Wegen der durch die gegen Napoleon geführten Kriege zerrütteten Staatsfinanzen eingermaßen in Ordnung zu bringen, wurden in Österreich anstelle von Hartgeld so genannte "Bancozettel" in verschiedenen Wertangaben herausgegeben. Diese Vorläufer des Papiergeldes konnten leicht gefälscht werden.
1816 wurde durch kaiserlichen Erlass die "privilegirte oester- reichische National-Bank" gegründet. Degen entwickelte zwischen 1816 und 1820 ein "Guillochiergerät", mit dem ein fälschungssicheres beidseitiges Drucken von Banknoten möglich war, das er dem neuen Institut vorstellte. Er wurde von der Nationalbank angestellt und war schließlich von 1825 bis 1841 Leiter der dortigen mechanischen Werkstätten. An der Fassade des letzten Wohnhauses des Erfinders - Ungargasse 27 - befindet sich eine vom Bezirksmuseum gestiftete Gedenktafel. Finden Sie weitere Details auf unserer Homepage

INFO: Der ausführliche neue Führer durch den St. Marxer Friedhof mit beigelegtem Orientierungsplan liegt nun für Interessenten vor. Sie können diesen im Bezirksmuseum Landstraße oder im Onlineshop erwerben.

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Frauenskelett Kopf mit Schmuck

Als 2005 die Um- bzw. Neubauarbeiten am Gebäude der ehemaligen Staatsdruckerei Rennweg 16 - 2007 wurde hier schließlich das Fünfsternehotel AUSTRIA TREND SAVOYEN eröffnet - durchgeführt wurden, kam es zur Aufdeckung einiger spektakulärer Archäologiefunde. In der Schichte zwischen den römischen Funden in etwa zwei Meter Tiefe und der bereits geschilderten neolithischen Wohngrube einige Meter tiefer aus der Zeit der Glockenbecherkultur stießen die "Schatzsucher" auf einige jungbronzezeitliche Hockergräber. Eines davon ist ganz besonders interessant: Es barg ein kopfloses weibliches Skelett mit reichen Grabbeigaben.

Sehen Sie weitere Bilder dazu auf der Museumshomepage von Wien 3

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Ich lernte Hertha Frey in unserer gemeinsamen Gesinnungsgemeinschaft der SP-Wien kennen. Sie arbeitete damals unter anderem in der Volkshilfe mit und engagierte sich über Jahre bei  wohltätigen Veranstaltungen. Für alle diese Events schüttelte sie auf Grund ihrer Begabung, die sie schon in ihrer Kindheit auszeichnete, Gedichtchen und kleine Gereimtheiten sozusagen aus dem Ärmel.

Ihr Gedichtchen, das sie anlässlich der Feierlichkeiten zum 150. Geburtstag des dritten Gemeindebezirks im Jahr 2000 verfasste, möchte ich Ihnen hier als Beispiel ihrer Begabung zu wissen bringen.

Selbst Bezirke kommen in die Jahre, auch der Dritte war schon dran, und dabei - das ist das Wunderbare - 150 sieht man ihm bestimmt nicht an. Andrerseits, die schönen alten Häuser, das bezaubernde Palais, zeigen Baustil von Vergang'nem, wenn ich einsam durch die Straßen geh'.

Leider gab es auch Zerstörung, und da hab'n die Türken mitgemischt. Vieles wurde neu errichtet, vieles wieder aufgefrischt.

Drei Bereiche war'n der Ursprung, die man einst zusammenfand, und sie reichten sich symbolisch gleichbedeutend ihre Hand: Erdberg, Weißgerber, St. Niklas steh'n für das Bezirksgescheh'n, besucht man das Bezirksmuseum, kann man es im Wappen seh'n.

Stark ist auch die Kunst vertreten, Schubert, Ziehrer wohnten hier, Fendi, Moser und auch Bachmann nahmen bei uns ihr Quartier.

Wenn wir oft bekümmert sagen: Leider bleibt die Zeit nicht steh'n, ändert man sofort die Meinung, wenn wir uns're U-Bahn seh'n. Die Verbindungsbahn wird Schnellbahn, auf die Stadtbahn folgt U4, die U3 wird noch verlängert. Also, auch modern sind wir.

Wenn wir sag'n: Wir werd'n a Hetz hab'n, hol'n wir das von ganz weit her, und zwar gab's das Hetztheater - Gott sei Dank, das gibt's nicht mehr.

Vieles wär' noch zu erkunden, viel zu hören und zu seh'n, deshalb sollten Sie ganz schleunig ins Bezirksmuseum geh'n.

Die humorvolle Dame ist ein Erdberger Urgestein und lebt seit vielen Jahren in der Luststreet, wie sie zu sagen pflegt.

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Landstraßer/innen, über die man auch heute noch (manchmal) spricht (1).

Paul Sorbait (1624-1691), der Wiener Pestarzt von 1679 wohnte in der Ungargasse

Sorbait -  ein Landstrasser

Den Reigen um bedeutende "Landstraßer" will ich mit dem aus dem heutigen Belgien stammenden Arzt Paul (de) Sorbait eröffnen.

1654 wurde er Professor an der medizinischen Fakultät der damaligen Wiener Universität, deren Rektor er 1668 wurde. Er legte größten Wert auf die Erforschung der Botanik und der Anatomie und legte den Grundstein für die erste medizinische Bibliothek der Wiener Universität. Obwohl er ab 1679 Generalinquisitor in Pest- angelegenheiten war und seine Pestordnung veröffentlicht hatte, in der er für mehr Hygiene eintrat, wurden seine Ratschläge während der Pestepidemie des Jahres 1679, bei der in Wien wahrscheinlich mehrere Tausend Menschen starben, weder von den Ärzten noch von der Stadtverwaltung befolgt.

Sorbait wohnte im Vorgängerbau des heutigen Hauses Ungargasse 3, wo es keine Gedenktafel für diesen großen Mann gibt. An ihn erinnert nur sein Grabmal in der Wiener Stephanskirche, und die seit 1894 nach ihm benannte Gasse im 15. Wiener Gemeindebezirk.

Lesen Sie bitte weiter auf der Homepage des Bezirksmuseums

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Diesen Beitrag verstehe ich als Eröffnung einer Reihe, mit der ich mich ganz besonders an junge Menschen und Lehrer - vielleicht gibt es an der einen oder anderen Schule irgendwann ein entsprechendes Projekt - wende, die darüber Bescheid wissen möchten, welche bedeutenden Personen - Bildhauer, Dichter, Komponisten, Maler, Musiker, Schauspieler, Wissenschafter undundund - im 3. Bezirk daheim gewesen waren. Dabei handelt es sich natürlich nicht nur um gebürtige Landstraßer, sondern auch um Menschen, die unser Bezirksgebiet für einige Zeit zu ihrer Heimat gemacht hatten, wie beispielsweise - um nur ein paar zu nennen - die Weltreisende Ida Pfeiffer oder den Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart, die ich schnodderig als "Beutelandstraßer" bezeichne. Wer mich kennt, wird sich vorstellen können, dass ich in dieser Reihe auch dem einen oder anderen zeitgeschichtlich und politisch bemerkenswerten Menschen vorstellen werde, wofür ich unsere Blogbesucher um Verständnis bitte. In jedem Beitrag werde ich natürlich auch die mir bekannten ehemaligen Adressen der jeweis vorgestellten Person angeben und darauf hinweisen, ob es jemand für notwendig erachtet hat, dort eine Gedenktafel anbringen zu lassen. Ich hoffe, dass ich mit dieser Serie auch Ihnen etwas Neues berichten werde und Ihren Langmut nicht allzusehr strapazieren werde.
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Gestern vereinbarte ich mit der jungen, aus Bulgarien stammenden Künstlerin Maria Tuturilova, eine der neuen führenden Harfenistinnen unserer Konzertszene, eine Veranstaltung im Bezirksmuseum am Samstag, 12. November 2011, 17:00 Uhr. Maria Tuturilova hatte nach ihrem Studium an der staatlichen Musikhochschule in Sofia dieses 2000 mit Auszeichnung als Vierfachmagistra beendet. Anschließend belegte sie den postgradualen Lehrgang für Harfe an der Wiener Universität für Musik und darstellende Kunst. Sie ist nicht nur Preistägerin von elf nationalen und internationalen Wettbewerben für Harfe (Sofia, Belgrad, Moskau, München usw.) sondern auch Mitglied mehrerer österreichischer und ausländischer Orchester.

Gemeinsam mit der ebenfalls in Bulgarien geborenen Schauspielerin als ConférencieuseVeronika Haslinger - Sprachstudien in Sofia (Deutsch, Englisch und Russisch) und derzeit Studium in Wien - bringen die beiden jungen Frauen ihr Programm HARPA D'ORO:  Die märchenhafte Welt der Harfe - eine Reise durch die Jahrhunderte mit Werken von Bach, de Cabezon, Palero, de Ribayaz, Pachelbel, Mozart, Rodrigo, Salzedo und Henson-Conant.

Ich bitte Interessenten, sich ehestens telefonisch anzumelden - 01-4000-03127 - da wir ein Platzproblem haben.

Um freie Spenden für die beiden Künstlerinnen wird gebeten!

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Nun sind die Neubauten, die von der SEESTE Bau AG errichtet wurden, in der Verlängerung der Pfarrhofgasse stadteinwärts fertiggestellt und zum Teil auch schon bezogen. Der zwischen den Häusern frei gebliebene Platz wurde gärtnerisch gestaltet und nach dem im ehemaligen Haus - es wurde 1944 von Bomben zerstört - Seidlgasse 21 geborenen Pianisten und Komponisten Friedrich Gulda (1930-2000) benannt. Durch die 1.000 m² große "Oase zum Ausruhen" führt ein mit weißen und schwarzen Steinen belegter Weg, der der Klaviatur eines Konzertflügels nach- empfunden ist. Damit wird nicht nur die Beziehung zu Friedrich Gulda her- gestellt, sondern auch daran erinnert, dass in unmittelbarer Nähe der Örtlichkeit im frühen 19. Jahrhundert die Klavierfabrik Streicher die "Wiener Mechanik" perfektionierte. Im Auftrag des Bauherrn und Eigentümers der Firma SEESTE Michael Seeber schuf der Südtiroler Bildhauer Lois Anvidalfarei die Skulptur Eine Hommage an Friedrich Gulda, an seine Musik.

Übrigens gibt es am Nachfolgebau seines Geburts- hauses - an der Front in der Marxergasse - für den Künstler seit einigen Jahren eine Gedenktafel, die vom Bezirksmuseum gestiftet wurde.

Sowohl die gesamte Sechskrügel- als auch die parallel verlaufende Rochusgasse befinden sich auf den Gartengründen des ehemaligen Klosters der Beschuhten Augustiner. Die uns vertraute Rochuskirche ist der Folgebau der ehemaligen Klosterkirche. Heute erinnert an diese historische Gegebenheit nur noch der korrekte Name des Marktes: Sein Name lautet Augustinermarkt, wenn er auch von uns allen Rochusmarkt genannt wird.

Die Sechskrügelgasse - ehemals Krügelgasse und zuvor Krieglgasse - wurde zu Ende des 17. Jahrhunderts nach Parzellierung der Gartengründe beginnend von der Landstraßer Hauptstraße angelegt. Nach und nach wurden Häuser errichtet, wie zum Beispiel das fehlende mit der heutigen Nummer 4. Es wurde 1688 für den Bierversilberer Gottfried Griesser erbaut.

GesamtansichtBis etwa 1910 war die Sechskrügelgasse an ihrer rechten Seite durchwegs verbaut. Erst anlässlich der Errichtung des heutigen Hauses Sechskrügelgasse 2 / Landstraßer Hauptstraße 50 wurde auch das erwähnte Haus mit der Nummer 4 abgebrochen, um offenbar hier im Sinn des Regulierungsplanes von 1910 über den schon zuvor bestandenen freien Platz an der Rückseite der Häuser Landstraßer Hauptstraße 42 bis 48 eine Verlängerung der Baumannstraße in Richtung zur Pfarrhofgasse schaffen zu können.

Eine Straße wird es hier wohl niemals geben; inzwischen ist nur noch von einem Fußweg die Rede, der hoffentlich bald verwirklicht werden kann, um dann zu Fuß von der Beatrixgasse direkt bis zum Arenbergpark und weiter bis zum Rennweg gelangen zu können.

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RENNWEG 16 FRAUENSKELETT OHNE KOPF MIT SCHMUCK 2005ARCHÄOLOGISCHE GRABUNGEN IM DRITTEN BEZIRK (10) Als 2005 die Um- bzw. Neubauarbeiten am Gebäude der ehemaligen Staatsdruckerei Rennweg 16 - 2007 wurde hier schließlich das Fünfsternehotel AUSTRIA TREND SAVOYEN eröffnet - durchgeführt wurden, kam es zur Aufdeckung einiger spektakulärer Archäologiefunde. In der Schichte zwischen den römischen Funden in etwa zwei Meter Tiefe und der bereits geschilderten neolithischen Wohngrube einige Meter tiefer aus der Zeit der Glockenbecherkultur stießen die "Schatzsucher" auf einige jungbronzezeitliche Hockergräber. Eines davon ist ganz besonders interessant: Es barg ein kopfloses weibliches Skelett mit reichen Grabbeigaben.

Sehen Sie weitere Bilder dazu auf der Museumshomepage und in unserer Online-Bilderdatenbank

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Interessante Landstraßer Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (10)

CobenzlEin mit einer Inschrift in lateinischer Sprache versehener Grabstein in der Form, die an eine griechische Stele erinnert, bezeichnet die Stelle, wo der Diplomat Johann Philipp Graf Cobenzl (1741-1810) beerdigt wurde. Er war als Vizestaatskanzler, der die Agenden eines Außen- ministers ausübte, einer der engsten Mitarbeiter Joseph II., der ihn auch 1782 zu den Verhandlungen mit dem aus Rom angereisten Papst Pius VI. - dieser kam nach Wien, weil er wegen der toleranten Haltung Joseph II. gegenüber nichtkatholischer Religionen und dessen Klosteraufhebungen beunruhigt war - zuzog. Um 1773 kaufte Cobenzl ein großes Grundstück auf dem Reisenberg, wo sich zuvor eine Niederlassung der Jesuiten befunden hatte und errichtete hier ein Schlößchen samt Garten sowie eine Meierei, deren Erzeugnisse in Wien verkauft wurden. Die Anlage war öffentlich zugänglich, und beispielsweise Mozart schwärmte von dem wunderschönen Ausblick auf die Stadt und die Donau von dort oben. Bald bezeichneten die Wiener die Gegend Am Cobenzl. Nachdem Joseph II. 1790 und sein Bruder und Nachfolger Leopold II. 1792 gestorben waren, wurde dessen Sohn als Franz II. zum neuen Kaiser gekrönt, der den liberalen Cobenzl - inzwischen war dieser als Nachfolger Kaunitz Staatskanzler geworden - 1793 absetzte und Franz Maria von Thugut zum neuen Staatskanzler machte. Von 1801 bis 1805 war Cobenzl österreichischer Gesandter in Paris; das war die Zeit, nachdem Napoleon durch den Staatsstreich vom 18. Brumaire die Macht als Erster Konsul in Frankreich übernommen hatte. Als die Franzosen 1809 Wien eroberten, wurde Cobenzls Besitz auf dem Reisenberg zerstört. INFO: Der ausführliche neue Führer durch den St. Marxer Friedhof mit beigelegtem Orientierungsplan liegt nun für Interessenten vor. Sie können diesen im Bezirksmuseum Landstraße oder im Onlineshop erwerben.

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Interessante Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friehof beerdigt wurden (29)

Hier erinnert nur noch ein Gedenkstein an Louis Montoyer, der in den österreichischen Niederlanden geboren wurde. Er war schon 1778 als Architekt in Brüssel tätig, wo er den Sitz des habsburgischen Statthalters erbaute. Montoyer kam 1795 mit Herzog Albert von Sachsen-Teschen (dieser hatte 1766 Marie Christine, eine Tochter Maria Theresias geheiratet), bei dem er ab 1780 als Hofarchitekt angestellt war, nach Wien. Hier baute er 1801 bis 1804 Albrechts Palais, die heutige Albertina, um und errichtete zur selben Zeit in der Hofburg den Zeremoniensaal als Verbindung des Leopoldinischen Traktes mit dem alten Bauteil. Unter anderem baute er 1806/07 für den russischen Gesandten Rasumofsky dessen Gartenpalais im heutigen dritten Bezirk. 1807 ernannte der damalige Kaiser Franz I. Louis Montoyer zum Hofarchitekten. Montoyer wohnte im ehemaligen Augustiner Zinshaus, Landstraßer Hauptstraße 56. Am Nachfolgebau gibt es keine Gedenktafel.

Auf unserer Homepage finden Sie noch weitere Informationen INFO: Der neue ausführliche Führer durch den St. Marxer Friedhof, der mit einem Orientierungsplan versehen ist, liegt nun für Interessenten vor. Sie können diesen im Bezirksmuseum Landstraße oder im Onlineshop erwerben.

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Interessante Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (26).

Als Wolfgang Amadeus Mozart 1787 nach Prag reiste, um dort seinen "Don Juan" zu dirigieren, lernte er den jungen Franz Xaver Niemeczek, einen seiner Verehrer, kennen. Diese Bekanntschaft entwickelte sich zu einer derart engen Freundschaft, dass Mozart seinen letzten im Juli 1791 geborenen Sohn auf die Namen Franz Xaver Wolfgang taufen ließ. In einem seiner Briefe bat er Niemeczek, dass sich dieser im Falle seines Todes um seine beiden Söhne Franz Xaver Wolfgang und den älteren Carl Thomas kümmern möge. Als Mozart starb, lebte Niemeczek in Prag als Gymnasialprofessor. Die Witwe Constanze erfüllte Wolfgangs Wunsch und übergab den damals siebenjährigen Carl der Obhut Niemeczeks. Dieser überwachte nicht nur das Heranwachsen des Kindes, sondern erteilte diesem auch Klavierunterricht bis 1797, als Carl Thomas nach Livorno ging, um in einem Handelshaus eine Lehre anzutreten. Während der folgenden Jahrzehnte blieben die beiden in regem brieflichen Kontakt. Auch die Verbindung mit Mozarts Witwe blieb über die Jahre bestehen. Er war einer derjenigen Freunde, die ihr rieten Franz Xaver eine musikalische Ausbildung zu ermöglichen. Niemeczek wurde schließlich Universitätsprofessor und veröffentlichte einige Arbeiten, in denen er sich mit Mozarts Genie, Leben und Werk auseinandersetzte. In einer seiner Arbeiten setzte er sich mit Mozarts Fremdsprachenkenntnissen auseinander und schrieb unter anderem: Die lateinische Sprache erlernte er erst in späteren Jahren und zwar nur so weit, um das Verständnis des Kirchentextes zu haben, den er allenfalls in Musik zu setzen hatte. Niemeczek genießt in Tschechien noch heute große Verehrung als Kapazität in allen Belangen, die Mozart betreffen. Davon konnte ich mich anlässlich eines Besuches einer Prager Historikerin überzeugen. INFO: Der ausführliche neue Führer durch den St. Marxer Friedhof, der auch einen großen Orientierungsplan enthällt, liegt nun für Interessenten vor. Sie können diesen im Bezirksmuseum Landstraße oder im Onlineshop erwerben.

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Interessante Persönlichkeiten, die im  St. Marxer Friedhof beigesetzt wurden (28).

Unweit der Grabstellen der Gastwirtsfamilie Stipperger und der letzten Ruhestätte des Theaterdirektors Johann Hoffmann befindet sich an der Friedhofmauer die Gruft der Familie Rosenthal. Rosenthal

Der begabte und phantasievolle Gärtner Konrad Rosenthal war vor 1800 aus dem Kurfürstentum Hessen nach Wien gekommen. Hier wurde er vom damaligen russischen Gesandten Graf - später Fürst - Rasumofsky beauftragt, auf dessen Grundstück, wo bereits vom belgischen Architekten Louis Montoyer - der übrigens auch im St. Marxer Friedhof beigesetzt ist - ein Palais errichtet wurde, den dazu gehörenden Garten zu gestalten. Für Kenner des 3. Bezirks möchte ich hier die Ausdehnung desselben angeben; er breitete sich damals zwischen der Rasumofskygasse und der Wassergasse bis hinunter zum heutigen Donaukanal aus. Dadurch wurde Rosenthal als Gartengestalter derart bekannt, dass ihm in der Folge nicht nur viele Schlossbesitzer  - beispielsweise der Bankier Johann Heinrich Geymüller - die Gestaltung ihrer Gärten draußen in den Vororten überantworteten, sondern ihm auch die Gemeinde Wien den Auftrag erteilte, die Pflege der Gartenanlagen auf dem Glacis zu übernehmen.

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Interessante Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (27).

 

In diesem Beitrag beschäftigen wir uns mit dem Alt-Wiener Volkstheater, das seine Wurzeln einerseits im Jesuitendrama und anderseits in den Stegreifkomödien auf den "Pawlatschen" hatte. Da gab es immer die tolpatschige, dummdreiste  Figur des "Hanswurst", die in Wien von Josef Anton Stranitzky (1676-1726) zur Perfektion in der Darstellung entwickelt wurde. Im späteren 18. Jahrhundert kam diese Figur aus der Mode. 1789 wurde der 23jährige in Peterwardein (heute Novi Sad) geborene Anton Hasenhut ans Leopoldstädter Theater engagiert. Während einer Probe begann er plötzlich mit kindhafter Fistelstimme zu sprechen, was bei allen anwesenden Kollegen und dem Direktor größte Heiterkeit hervorrief. Das war der Beginn seiner Darstellung des "Thaddädl", den er mit einer trompetenartigen Fistelstimme sprechend als blasierten Gecken mit komischem Äußeren darstellte. Er blieb der Leopoldstadt bis 1803 treu und wechselte dann ins Theater an der Wien, wo er bis 1819 engagiert war. Während dieser Jahre unternahm er zahlreiche Gastspielreisen nach Deutschland. Sowohl Adolf Bäuerle (1786-1859) als auch Karl Meisl (1775-1853) verfassten für ihn Theaterstücke, in denen

 

jeweils eine Rolle ihm als Thaddädl auf den Leib geschrieben war. Franz Grillparzer erwähnte in einem seiner Briefe den Besuch eines Thaddädl-Stückes und äußerte sich lobend über Hasenhuts Komik. Mit dem Beginn des Biedermeier schwand das Publikumsinteresse an derartigen Darstellungen. Hasenhut trat noch einige Jahre als Schauspieler auf, konnte aber nicht mehr an seine ehemaligen Erfolge anknüpfen. Während seiner letzten Lebensjahre verdiente er sich seinen Lebensunterhalt als Kopist.

INFO: Der ausführliche neue Führer durch den St. Marxer Friedhof, der mit einem umfangreichen Orientierungsplan versehen ist, liegt nun für Interessenten vor.

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Schubertturm

Im Jahr 2006 und auch noch einige Zeit danach - inzwischen haben sich die Gemüter ja  zum Glück beruhigt - war die Verärgerung der Bewohner rund um den Schubertturm - Erdbergstraße 17 - groß, als dessen Abbruch drohte. Ich gestaltete damals sofort eine Kleinausstellung zum Thema, in dem der Schubert Franzl vorkam und berichtet wurde, warum dieser junge Mann aus der Vorstadt Lichtental im Juni 1816 hier beim Professor Watteroth wohnte und dass hoffentlich recht bald das Bauvorhaben Wohnen am Schubertturm verwirklicht werde. Vor einigen Tagen war die Gleichenfeier, und ich habe gestern einige Fotos für unser Archiv gemacht. Ebenfalls gestern hatte ich ein Gespräch mit DI Rudolf  Zabrana, dem Bezirksvorsteher-Stellvertreter unseres Bezirks, der mir versicherte, dass die 1923 vom Schubertturm gestiftete Gedenktafel nach dem Ende der Bauarbeiten wieder angebracht wird.

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Interessante Landstraßer Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (9)

Der Grabstein des Kupferstechers Jakob Hyrtl (1799-1868) erinnert mich bei jedem Friedhofsbesuch an zwei G'schichterln. Das Hyrtlgrab war dort, wo sich heute der Beginn der nordwestlichen Friedhofsmauer befindet; dieser Stein und einige andere mussten in den Sechzigerjahren einem später nicht verwirklichten Straßenbauprojekt weichen und wurden um einige Meter ins Friedhofsinnere versetzt. Der Anatom JosefHyrtl, einen Schädel haltendDas zweite Detail steht mit dem Anatomen Josef Hyrtl (1810-1894), der Jakobs Bruder war, dem Totengräber auf dem St. Marxer Friedhof Josef Rothmayer sowie mit Wolfgang Amadeus Mozart in engem Zusammenhang. S. Bild links. Sowohl der Anatom Josef Hyrtl als auch sein Bruder Jakob waren Verehrer Mozarts; Jakob nahm Verbindung mit dem Totengräber Rothmayer auf und bat diesen 1801, ihm anlässlich der Öffnung des Schachtgrabes, in dem Mozart 1791 beigesetzt worden war, den Schädel des großen Komponisten zu überlassen.
Jakob vererbte ihn seinem Bruder, dem Anatomen Josef Hyrtl, der ihn in Ehren hielt. Weil der Anatom mit dem damaligen Salzburger Bürgermeister eng befreundet war, vermachte er diesem den Schädel, der denselben wieder dem Mozarteum übergab, wo er sich noch heute befindet. Als das Mozarteum zu Beginn des 20. Jahrhunderts dieses Kleinod übernahm, konnte sich niemand vorstellen, dass es der medizinischen Technik einhundert Jahre später möglich wäre, nicht nur mittels DNA-Vergleichen aus Knochen verschiedener Personen eindeutig deren verwandtschaftliche Zugehörigkeiten klarzustellen, sondern auch aus Schädelknochen das Aussehen des Verstorbenen zu rekonstruieren. Inzwischen wurde beides gemacht, aber die Ergebnisse haben offenbar keine Sensation verursacht.

 

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Interessante Landstraßer Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (23).

Theodor von Karajan

Eine Erinnerungstafel an der Stelle des Grabes des wissenschaftlich und politisch bedeutenden Mannes befindet sich im griechisch-serbischen Teil des St. Marxer Friedhofs unweit des Grabsteins für Vuk Stefanovic Karadzic.

Nach der Schließung des Friedhofs 1874 wurden seine sterblichen Überreste in den Friedhof von Mauer im heutigen 23. Bezirk überführt.
Die Familie der Karajans stammte aus Nordgriechenland und kam bereits im 18. Jahrhundert als Baumwollhändler nach Chemnitz, wo sie in den Reichsadelsstand erhoben wurde. Als sie nach Österreich kamen, wurde ihr Adelsstand 1832 anerkannt. Theodor studierte an der Wiener Universität, trat dann in den Staatsdienst ein und war im Hofkriegsrat bzw. in der Hofbibliothek tätig.
Seine historischen Forschungen auf dem Gebiet der Vergleichenden Sprachwissenschaften und des Mittelalters - seine diesbezüglichen Forschungen umfassten eine breite Palette von Abraham a Sancta Clara bis Michael Behaims Buch von den Wienern - brachten es mit sich, dass er in den 1840er Jahren Mitglied akademischer Vereinigungen in ganz Europa wurde.
Während der Epoche der 48er Revolution war er als Wissenschafter unverdächtig und wurde als Abgeordneter in die Frankfurter Nationalversammlung gewählt. Diese Internationalität brachte es mit sich, dass er sowohl Mitglied der Preußischen als auch der Bayerischen Akademie der Wissenschaften wurde. 1869 wurde Theodor Georg von Karajan durch die Ernennung zum Ritter des Leopold-Ordens in den erblichen österreichischen Ritterstand erhoben.
Karajans letzte Anschrift war Landstraßer Hauptstraße 112; leider gibt es dort keine Gedenktafel für den beudetenden Mann. Zuletzt sei noch erwähnt, dass Theodor Georg von Karajan der Urgroßvater des uns noch wohlbekannten Dirigenten Herbert von Karajan war.

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Interessante Landstraßer Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (22).

Morawetz

Der Tuchscherer Franz Morawetz hatte auf seiner Wanderschaft die russischen Dampfbäder kennen gelernt und eröffnete 1838 in der Marxergasse ein solches Unternehmen, das er übrigens vom damals viel beschäftigten Peter Gerl - dieser stammte aus der Familie (Gerlgasse), die während drei Generationen bedeutende Baumeister hervorbrachte  - erbauen ließ.
Als eine Hofdame der Erzherzogin Sophie hier ihren Katarrh heilen konnte, bat er um die Gunst, seinem Unternehmen den Namen der Erzherzogin geben zu dürfen. Morawetz gründete eine Aktiengesellschaft und ließ zwischen 1845 bis 1849 von den damals jungen Architekten Eduard van der Nüll und August Sicard von Sicardsburg ein gedecktes Schwimmbad - Sophienbad - für 300 Personen erbauen (das dafür notwendige Wasser wurde durch eine Rohrleitung aus dem nahen Donaukanal bezogen und für das Baden vorgewärmt), das im Winter durch Abdeckung zu einem Ballsaal umgewandelt werden konnte, der durch den darunter befindlichen Hohlraum eine ausgezeichnete Akustik bot.
Zur Eröffnung des Ballsaales engagierte Morawetz das damals in ganz Wien beliebte Orchester von Johann Strauß (Vater). Nach dessen Tod trat im Sophiensaal immer wieder Johann Strauß (Sohn) auf, der hier mehr als einhundert seiner Tanzkompositionen erstaufführte. Die Aktiengesellschaft ließ nach dem Tod des Unternehmers Franz Morawetz das Gebäude einige Male erweitern bzw. umbauen; 1899 gestaltete der zu Ende des 19. Jahrhunderts viel beschäftigte Architekt Ernst Gotthilf-Miskolczy die Fassade gegen die Marxergasse völlig neu. An keinem der Nachfolgebauten der Wohnhäuser von Morawetz in unserem Bezirk gibt es eine Gedenktafel.

Bitte weiterlesen auf der Museums-Webseite

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Interessante Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (24).

ThaliatheaterVon 1855 bis zu seinem Tod im Jahre 1865 war der Schauspieler Johann Hoffmann Direktor des Vorstadttheaters in der Josefstadt. Schon bald nach der Übernahme der Theaterdirektion ließ er "draußen vor der Lina" im Vorort Neulerchenfeld - der Lokalhistoriker Gaheis bezeichnete den Vorort als "des heiligen Römischen Reiches größtes Wirtshaus" - am heutigen Lerchenfelder Gürtel von Ferdinand Fellner dem Älteren ein aus Holz gefertigtes Theater erbauen, das er nach der griechischen Muse der komischen Dichtung und Unterhaltung Thalia benannte.
Im Sommer 1856 wurde das Haus, das nach Zeitzeugenberichten 4.000 Besucher fasste, mit der Posse "Aus dem Wiener Leben" von Josef Böhm eröffnet. Das übliche Repertoire bestand aus Volksstücken, es gab aber auch Vorstellungen von Athleten, Kunstreitern, Zauberkünstlern und Präsentationen von "Liliputanern" und so genannten Riesen. Am 28. August 1857 bot Hoffmann dem Publikum, das sonst "leichte Kost" gewohnt war, mit der Erstaufführung der  Oper "Tannhäuser" von Richard Wagner eine Sensation.

Johann Hoffmann

Nach Hoffmanns Tod gingen die Besucherzahlen zurück, weshalb das Haus nach einem Brand nicht mehr aufgebaut wurde.

Als Erinnerung blieben die Benennung der Thaliastraße im Jahr 1894 und eine Gedenktafel an der Fassade des Wohnhauses Thaliastraße 1.

INFO: Der ausführliche neue Führer durch den St. Marxer Friedhof, dem ein Orientierungsplan beigelegt ist, liegt nun für Interessierte vor. Sie können diesen im Bezirksmuseum Landstraße oder im Onlineshop erwerben.

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DER KÜNSTLER PETER MAHLER

Im Jahre 1999 lernte ich diesen Künstler kennen, als er zu mir ins Bezirksmuseum kam. Er stellte sich als Urgroßneffe des weltbekannten Komponisten Gustav Mahler vor, weshalb wir seine Ausstellung, in der ich auch seinen bedeutenden Verwandten, der jahrelang im 3. Bezirk wohnte, unserem Publikum vorstellte, DIE BEIDEN MAHLER nannte.

Peter Mahler wurde in den USA geboren, wohin seine Familie aus historisch-rassischen Gründen 1938 emigriert war.

P Mahler

Die folgenden Links erzählen alles Wissenswerte über Peter Mahler, der seit einigen Jahren in Klagenfurt lebt.

http://www.kleinezeitung.at/kaernten/klagenfurt/klagenfurt/2697561/leonardo-sigmund-freud-neuer-pixelung.story

http://tv.orf.at/groups/kultur/pool/ninoholm

Um die Kontaktnahme mit dem Künstler zu erleichtern: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen bei der Bekanntschaft mit meinem Freund Peter Mahler in seinem neuen, eigenen Blog hier bei mir

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Posted by on in Bezirksmuseum Wien 3

Eisskulptur

Aufgenommen von Georg Kiss (+)

 

Eine besonders gut gelungene Skulptur eines Eiskünstlers, vorgestellt von unserem Museumsfreund und Mitarbeiter Georg Kiss

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Kulturgeschichte Kulturgeschichte

Im Jahr 2009 schrieb ich das Buch KULTURGESCHICHTE DES 3. BEZIRKS WIEN-LANDSTRASSE. Der Grund dafür war die Aufdeckung eines sensationellen archäologischen Fundes, der aus dem Neolithikum stammt. Weil die Archäologen seit mehr als 150 Jahren immer wieder im Bezirksgebiet auf Funde stoßen - Kelten, Römer, Gräber aus der Völkerwanderungszeit - und weil ja unser Erdberg seinen Namen von einer dort befindlich gewesenen frühmittelalterlichen Erdburg ableitet, habe ich mich an diese Arbeit gemacht. In dieser Veröffentlichung, die reich bebildert ist und über ein großes Namensverzeichnis verfügt, erzähle ich die reiche und vielfältige Geschichte des Bezirks Landstraße.

UMSCHLAGBILD SPAZIERGÄNGE2010 folgte das Nachschlagewerk Landstraßer Spaziergänge. In mehr als 20 Kapiteln sind Routen durch unseren Bezirk beschrieben. Seit vielen Jahren führe ich interessierte Personengruppen abschnittweise durch den Bezirk - durch Erdberg, durch das Fasan- und das Weißgerberviertel, die Landstraßer Hauptstraße, den Heumarkt und den Rennweg entlang sowie durch den interessanten St. Marxer Friedhof. Ich erlebte es immer wieder, dass ein Führungsteilnehmer nach einer halben Stunde stöhnte: "Das kann man sich ja nicht merken, was Sie uns da alles erzählen. Bitte, wo kann ich das nachlesen?"
Dann musste ich bedauernd die Schultern hochziehen und gestehen, dass alles das, was ich erzähle von da und dort zusammengesucht und in meinem Gehirn gespeichert ist. Und dann kam regelmäßig die Frage: "Und warum, bitte, schreiben Sie das nicht auf?" Dann setzte ich mich eben einen Sommer lang hin und schrieb; ja, und das Ergebnis liegt nun vor. Dieses Büchlein ist ebenfalls bebildert, verfügt auch über ein langes Namensverzeichnis und ist dazu geeignet, dass unternehmungslustige und neugierige Spaziergänger auf eigene Faust den Bezirk Landstraße erkunden.

 

 

 

 

UMSCHLAGBILD DA DRUNT IN ERDBERGIm Frühjahr 2011 erschien dann das Büchlein Drunt in Erdberg. Dafür gab es mehrere Gründe. Zum einen fragen Besucher im Museum immer wieder nach Ausstellungen zu diesem Bezirksteil. Weil mir aber der Platz fehlt - unser Museum ist so groß wie ein Turnsaal in einer alten Schule (tatsächlich wurde der Turnsaal der ehemaligen Hauptschule Sechskrügelgasse 11 nach Schließung derselben in den Fünfzigerjahren zu unserem Bezirksmuseum umgebaut) und einem Zusatzraum, wo sich in früheren Jahren die Männer der Feuerwache Landstraße zwischen ihren anstrengenden Einsätzen ausruhen konnten - kann ich diese Wünsche beim besten Willen nicht befriedigen. Ein weiterer Grund war, dass dieses Erdberg mit so vielen prominenten Menschen - zwei Bundespräsidenten und andere Politiker bzw. Freiheitskämpfer gegen den Nazifaschismus, Maler, Komponisten, Schriftsteller undundund - verbunden ist, die ich eben alle irgendwann einmal nennen wollte, um an sie zu erinnern. Der dritte und letzte Grund war die Erhaltung des in den Zwanzigerjahren erschienen und inzwischen vergriffenen Büchleins Sterbendes Erdberg. Als Anhang meines Buches haben wir Texte und Bilder dieses einmaligen Druckwerks, dessen Entstehungsgeschichte interessant ist, verwendet.

 

 

UMSCHLAGBILD ST MARXER FRIEDHOF graeberWenn sie diesen Blogbeitrag lesen, ist auch das vierte Buch mit dem Titel Der St. Marxer Friedhof bereits erschienen. Ich führe den Leser zu mehr als 200 Grabstellen, wo interessante, zumeist heute nicht mehr bekannte Personen beerdigt wurden, berichte ausführlich über die Geschichte des Friedhofs und erstmals über die zweimaligen Vergrößerungen desselben. Im Anhang findet der interessierte Leser den Abdruck eines 1822 veröffentlichten kleinen Büchleins mit dem Titel "Grabschriften vom allgemeinen Gottesacker ausser der St. Marxerlinie". Die wenigen dort genannten verstorbenen Personen wurden in namentlich bezeichneten Gräbern beigesetzt - die josephinische Begräbnisordnung erlaubte solche Beerdigungen nur einem bevorzugten Personenkreis, alle anderen (siehe Mozart, weil 1791 zum Zeitpunkt seines Todes diese josephinische Reform noch nicht rückgängig gemacht worden war) wurden in Schachtgräbern beigesetzt - was verständlich ist, wenn man den Plan des ursprünglichen Friedhofs genau betrachtet.

 

 

 

 

Nun ist auch mein bisher letzten Buch, das den Titel Die Landstraßer Juden trägt fertig. Ich erkläre darin einiges über das jüdische Leben, die jüdische Religion und die Jüdischkeit, erzähle von den Pogromen und Verfolgungen, beschäftige mich eingehend mit dem Leid, das über die Juden im Jahr 1938 unversehens hereingebrochen ist, beleuchte die Tragödie der scheinbar Geretteten (die Personen, denen die Flucht vor den Nazis gelungen war, aber schließlich in ihrem Fluchtland verhaftet und zur Vernichtung in ein deutsches Lager gebracht wurden), erkläre endlich einmal, was es mit dem Verschickungsort Maly Trostinec auf sich hat und lasse schließlich eine Reihe von überlebenden Zeitzeugen zu ihrem erlittenen Leid Stellung nehmen.

Alle diese Erscheinungen können bei uns im Bezirksmuseum erworben werden. Oder im Onlineshop

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BRÜCKEN IM DRITTEN - Der 1908 erbaute Fußgängersteg - damals Aufgang zum Reitschulsteghieß er Richardsteg - über den Schnellbahn-schacht (ehem. Verbindungsbahn) dient als Verlängerung der Jauresgasse (damals Richardgasse) in Richtung Ungargasse. Die Richardgasse war nach dem Sohn des "Kutschers Europas", Fürst Metternich, benannt.

Richard von Metternich büßte einen großen Teil seines Vermögens beim Bankenkrach des Jahres 1873 ein, weshalb er den Garten seines Palais, der bis zur Neulinggasse reichte, in Parzellen verkaufen ließ, was zur Gründung des Botschaftsviertels beitrug.

1920 erhielt der Übergang den Namen Reitschulsteg in Erinnerung an die Reithalle des bis 1918 bestandenen k. u. k. Reitlehrinstituts, das im ehemaligen Palais Harrach in der Ungargasse untergebracht war. An der Stelle dieser Halle befindet sich heute das Renaissance Hotel Imperial Riding School (ehem. Penta Hotel).

Sehen Sie weitere Bilder dazu in unserer Online-Bilderdatenbank

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Liebe Freunde des Bezirksmuseum !

Das Bezirksmuseum Landstraße hat eine ansehnliche Bibliothek  mit Büchern, Bildern, Grafiken und Landkarten. Dieses Archiv wurde bisher professionell und mit großer Liebe gepflegt. Der Umfang ist jetzt so angewachsen, dass ich den Bestandskatalog erneuern muß. Dafür bräuchte ich ein paar Helfer, die mich unterstützen. Ich spreche die an, die sich für einen geschätzten Zeitraum von zwei Monaten ein bis 2 mal die Woche Zeit nehmen können und in freundlicher (im Sommer angenehm kühler) Umgebung zu Dritt oder Viert einbringen wollen. Unsere Kaffemaschine kocht sehr guten Kaffee, oder Tee. Dazu spendiert das Museum leckere Gabelbissen (Obst, Kuchen oder ähnliches). Der zeitliche Aufwand wäre 3 -4 Stunden am Tag.

Die Aufgabe: AlleWerke in der Papier- oder EDV-Kartei mit Name, Nummern, etc.  zu erneuern. Voraussetzung: genaues Arbeiten, Freude mit anderen gemeinsam etwas tun.

Direktkontakt zu mir: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Ihr Karl Hauer

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Ich will versuchen, Ihnen hier nach und nach die wichtigsten Pläne zu zeigen, die unser Bezirksgebiet betreffen. Der Nürnberger Maler, Drucker und Verleger Niklas Meldemann lebte in der 1. Hälfte des 16. Jahrhunderts. Er reiste ein Jahr nach dem Ende der 1. Türkenbelagerung nach Wien, um hier an Ort und Stelle einen Holzschnitt der Belagerung anzufertigen, der schließlich 1530 als Rundplan von Wien fertiggestellt war. Wir zeigen den Ausschnitt, auf dem vom Stubentor am unteren Ende ausgehend die Stubentorbrücke, der Verlauf der damaligen Hauptstraße zum "St. Niclas porten" - links davon ist das Kloster St. Niclas zu sehen - sowie die Erdbergs - hier "Erping" - und der Donau - "Thonaw" - zu sehen sind.

Rundplan        Der Rundplan Wiens

1706 erschien der von Leander Anguissola (1653-1720) und Jakob Marinoni (1676-1755) über Auftrag Joseph I. verfertigte Plan der Stadt Wien, der den offiziellen Namen ACCURATISSIMA VIENNAE AUSTRIAE ICHNOGRAPHICA DELINEATIO trägt, aus dem wir den unseren Bezirk betreffenden Ausschnitt hier zeigen. Sehr schön sind die Erdbergstraße, Landstraßer Hauptstraße, Ungargasse und der Rennweg

Weitere ausführliche Details auf der Museumsseite

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Die Geschichte der ehemaligen Firma Portois & Fix lässt sich aus den wenigen noch vorhandenen schriftlichen Quellen nur in groben Zügen nachvollziehen. Anton Fix (1846-1918) übernahm 1872 die von seinem Vater gegründete Tapeziererfirma in der Heumühlgasse 20.

Portois1563Wann der aus Frankreich - andere Quellen sprechen von Brüssel - stammende Auguste Portois (gest. 1895) nach Wien gekommen ist, lässt sich nicht genau feststellen. Jedenfalls gründete er 1874 eine Möbel- und Einrichtungs- firma am Kolowratring 7 (= seit 1928 Schubertring).
Ab 1881 gab es die Firma Portois & Fix in Wien, die ab 1884 neben dem Handel mit Möbeln, Tapeten, Marmorkaminen und Dekorationsstoffen ab 1884 auch selbst Möbel erzeugte. Nun begann die große Zeit der neuen Firma. Sie wurde nicht nur mit der Ausgestaltung von großbürgerlichen und adeligen Wohnsitzen, sondern auch von Schiffen betraut und führte Entwürfe von Kolo Moser, Adolf Loos sowie von Josef Hoffmann aus.

Obwohl Portois 1892 aus der Firma ausgetreten war, findet man ihn auf einem Titelblatt des Illustrierten Wiener Extrablattes vom 17. November 1893 neben Müller-Guttenbrunn, Rückauf, Jaburek und Roth als einen der mit der Gründung des Raimundtheaters befassten Männer.

Weitere ausführliche Details erfahren Sie auf unserer Museumshomepage.

Bitte unterstützen Sie unser Projekt durch Ihre Mitarbeit: Merkantilismus auf der Landstraße. Es hat sich eine Arbeitsgruppe dazu gebildet, die auf der Forschercommunity bei www.Forschmit.at die Arbeit aufgenommen hat.

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Interessante Landstraßer Persönlichkeiten, die im St. Marxer Friedhof beerdigt wurden (8).

 

Krones
Die heute weitgehend vergessene Volksschauspielerin Therese Krones (1801-1830) wurde hier begraben, ehe ihre sterblichen Überreste in ein Ehrengrab im Zentralfriedhof überstellt wurden. Heute erinnert nur noch ein kleiner Gedenkstein an sie.

Sie trat schon als Kind einer Schauspielerfamilie im Alter von fünf Jahren im Theater auf. 1821 kam sie ans
Ltherese krones rollenbildeopoldstädter Theater, wo auch Ferdinand Raimund tätig war.
1826 feierte sie ihren größten Triumph als Darstellerin der "Jugend" und erste Interpretin des inzwischen zum Volkslied gewordenen "Brüderlein fein" in Ferdinand Raimunds Zaubermärchen "Das Mädchen aus der Feenwelt" oder "Der Bauer als Millionär".
Ganz Wien lag der jungen Frau zu Füßen, Moritz von Schwind zeichnete sie in der Hosenrolle als "Jugend" und Joseph Kriehuber schuf die bekannte Lithographie. "Die Krones" führte ein verschwenderisches Leben und erwarb unter anderem auch ein Haus in Döbling.
Dann lernte sie den Hochstapler Severin Jaroszynski kennen, der sich als polnischer Graf ausgab und schließlich seinen alten Lehrer im Verlauf eines Raubes ermordete. Er wurde verhaftet, zum Tod verurteilt und 1827 bei der Spinnerin am Kreuz hingerichtet.

 

 

 

Therese Krones wollte sich völlig aus der Öffentlichkeit zurückziehen, aber Raimund überredete sie, wieder ans Leopoldstädter Theater zurückzukehren.

therese krones friedhof gedenktafelWenige Monate vor ihrem Tod wechselte sie gemeinsam mit Ferdinand Raimund ans Theater an der Wien.

 

INFO: Der ausführliche neue Führer durch den St. Marxer Friedhof mit einem beigelegten Orientierungsplan liegt nun für Interessenten vor. Sie können diesen im Bezirksmuseum Landstraße oder im Onlineshop erwerben.

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StubenbrückeSie verbindet die Weiskirchnerstraße mit dem Beginn der Landstraßer Hauptstraße.
Seit 2001 sind die vier Pylonen mit je einem weiß lackierten Lemuren- kopf aus Aluminium des Künstler Franz West geschmückt.
Im Zuge der Weinflussregulierung zu Ende des 19. Jahrhunderts wurden die damals notwendigen Brücken zwischen dem Stadtpark und der Mündung des Wienflusses in den Donaukanal von Friedrich Ohmann und Josef  Hackhofer, die auch im Stadtpark die Wienflussverbauung schufen, entworfen.
Bis zum Ende des 14. Jahrhunderts gab es hier nur einen Holzsteg, der aus privaten Mitteln erhalten wurde. Herzog Albrecht IV. ließ 1402 eine steinerne Brücke mit zwei Mittelpfeilern und einem steinernen Geländer als Verbindung des Stubentores zur Vorstadt St. Nikolai, wie damals der Bereich rund um die heutige Rochuskirche nach einem hier bestandenen Kloster genannt wurde, erbauen.

Bei dieser Brücke fand 1461 das Gefecht zwischen den Truppen Albrecht VI. und den dem Kaiser Friedrich III. treuen Wienern statt, woran eine Gedenktafel an der Fassade des Hauses Weiskirchnerstraße 1 erinnert. Der Kaiser belohnte damals seine siegreichen Helfer mit der Verleihung des Stadtwappens und des Siegels mit dem kaiserlichen Doppeladler.
Übrigens erinnert der Name unserer Siegelgasse ebenfalls an dieses Ereignis. Knapp unterhalb der Brücke bestand schon 1429 die Stubentormühle (= Staubmühle) - s. Bild, die vom Wasser der Wien angetrieben wurde. Obwohl sie häufig vom Hochwasser der Wien zerstört worden war, wurde sie immer wieder aufgebaut. Ab 1795 wurde sie nicht mehr durch den Wienfluss, sondern durch den hier abfließenden Wiener Neustädter Kanal angetrieben.

Sehen Sie weitere Bilder dazu in unserer Online-Bilderdatenbank

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INTERESSANTE PERSÖNLICHKEITEN, DIE IM ST. MARXER FRIEDHOF BEERDIGT WURDEN (1)

WA Mozart PortraitDie wohl interessanteste und vor allem bekannteste Persönlichkeit, deretwegen Menschen den Friedhof besuchen, ist zweifellos Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791). Ich will hier nicht die Lebensgeschichte des großen Komponisten erzählen, sondern nur an einige seiner Bezüge zu unserem Bezirk erinnern. In seiner Kindheit musste er schon 1762 gemeinsam mit seinem Vater Leopold, der in ihm ein musikalisches Wunderkind sah, seine erste Konzertreise unternehmen, die ihn nach München und Wien führte, wo der Knirps vor Maria Theresia spielen durfte.
Während seiner dritten Reise kam er wieder nach Wien, wo 1769 im Garten des Mesmerschen Palais in der heutigen Rasumofskygasse sein Singspiel Bastien und Bastienne (kV 50) uraufgeführt wurde.
Im Dezember desselben Jahres dirigierte er bei der Einweihung der Waisenhauskirche am Rennweg - Maria Geburt - in Anwesenheit Maria Theresias und Joseph II. die selbstkomponierte Chormusik - "Waisenhausmesse" (kV 139) - für das Hochamt.
Der nächste Bezug Mozarts zur Landstraße fällt in das Jahr 1787, als er mit seiner Familie zwischen Georgi (24. April) und Michaeli (29. September) im Haus Landstraße Nr. 126 - später Landstraßer Hauptstraße 75 - wohnte, wo er an seinem "Don Giovanni" arbeitete und die "Kleine Nachtmusik" (kV 525) komponierte. Während dieser fünf Monate hatte der Komponist engen Bezug zur Familie Nikolaus Jacquin und deren Kinder Gottlieb, Franziska und Franz sowie zur Familie Franz Wilhelm Natorp, den Besitzer der Militär- Medikamenten-Regie am Rennweg.
Mozarts letzter und traurigster Bezug ist seine Beerdigung im St. Marxer Friedhof.

INFO: Der ausführliche neue Führer durch den St. Marxer Friedhof mit einem beigelegten Orientierungsplan liegt nun für Interessenten vor. Sie können diesen im Bezirksmuseum Landstraße oder im Onlineshop erwerben.

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Im Rahmen unserer derzeit von Ingeborg Steyer gestalteten Schau Kulturverein Roncalli präsentiert sie zwei ihrer Maler-Schützlinge: Sylvia Fink und Harald Grubmüller. Die beiden Künstler leben teileise in Hardegg und teilweise in Indien. Sylvia Fink, Jahrgang 1958 malt seit ihrer Jugend.

Ein Künstlerkollege sagte über ihre Arbeit:

Ihren schlichten, meist unauffälligen Motiven verleiht sie durch ihre feine Aquarellmaltechnik und ihre Liebe zum Detail einen eigenen typichen Zauber.

 g fink hardegg danielhaus

 

                                            Zu den Arbeiten Harald Grubmüllers schrieb eine russische Kunsthistorikerin: 

Die einfachen Dinge des Alltags sind es, die er liebevoll betrachtet und aufs Papier bannt.

Ich kann Ihnen nur empfehlen, diese Ausstellung anzusehen.

g grubmüller buntnessel

 

Die ausgestellten Bilder sind käuflich zu erwerben.

Den Kontakt mit den beiden Künstlern können Sie entweder mit Hilfe eines Kommentars, den wir weiterleiten oder telefonisch mit Ingeborg Steyer - 01/798 88 17 - herstellen.

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Als zwischen 1847 und 1849 das neue Hafenbecken des Wiener Neustädter Kanals ausgehoben, 1888 bis 1892 das Gebäude der Staatsdruckerei und 1905 das Botanische Institut errichtet wurden, konnten viele römische Funde gemacht werden.

Befestigungsanlagen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Plan auf dieser Seite zeigt die etwa 1900 aufgedeckte Badeanlage einer römischen Villa im Bereich der Oberzellergasse. Ergänzung v. 5. Mai 2011: Auf unserem erst jüngst erworbenen zeitgenössischen Foto der Ausgrabungsstelle sieht man im Hintergrund die Herz-Jesu-Kirche auf der Landstraßer Hauptstraße. In der Klimschgasse und der Hohlweggasse wurden vor einigen Jahren bei Bauarbeiten Spitzgräben als Reste von Befestigungen entdeckt. Ich erinnere in diesem Zusammengang an den sensationellen Münzfund, der 1989/90 beim Bau der Zentrale der Lotto-Toto-Gesellschaft am Rennweg gemacht wurde.
Spannend wurde die Angelegenheit, als 1998 Awarengräber auf den Aspanggründen und 2005 sowohl Gräber aus der jüngeren Bronzezeit als auch eine neolithische Wohngrube im Bereich der ehemaligen Staatsdruckerei entdeckt wurden.

Weitere ausführliche Details auf der Museumsseite

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F A Q zum Blog

Q
Wie kann ich hier Blogger werden
A

BloggerUm selber Blogger zu werden, müssen Sie registriert sein. Als Forscher oder als Museumsleiter. Oder als Mitarbeiter, oder auch als Freund eines Museums. Sie haben sicher gemerkt, dass es Maler, Autoren hier z.B. gibt. Sie werden dann vom Administrator freigeschalten.

Q
Kann ich in mehreren Kategorien schreiben
A

Ja, bitte dazu eine Meldung an den Webmaster (webmaster@forschmit.at) schreiben mit der Wunschkategorie

Q
Wie schreibe ich einen Blog?
A

Worum geht es: einem Blogger sollte daran gelegen sein, dass seine Artikel nicht einfach nur gelesen, sondern auch gern gelesen werden. Es kann also nicht schaden, ein paar Grundsätze für gutes und verständliches Schreiben zu beachten. Ich persönlich verwende dafür die Bücher Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben von Rene J. Cappon und Journalistisches Schreiben von Roy Peter Clark, die ich beide nur empfehlen kann (siehe Bilder rechts). Ein paar Grundregeln:

  • Finde eine passende Überschrift: die Überschrift ist das Aushängeschild deines Artikels. Ein Besucher entscheidet meist anhand der Überschrift und der ersten Zeilen, ob er den Artikel lesen wird oder nicht. Ein Tipp, der bei mir funktioniert: ich schreibe erst den Artikel, und danach überlege ich mir die Überschrift. Wenn der Artikel schon fertig ist, fällt es meist viel leichter, eine passende Überschrift zu finden.
  • Strukturiere deinen Text: ein guter Artikel sollte ein klar umrissenes Thema besitzen, das aus der Überschrift deutlich hervorgeht. Längere Texte sollten in thematische Abschnitte mit Teilüberschriften gegliedert werden.
  • Sei transparent: viele Leser möchten gern wissen, wessen Artikel sie da gerade lesen. Dieses Wissen hilft, das Gelesene besser in das persönliche Weltbild einzuordnen. Also: mache in deinem Blog und ggf. in deinem Artikel deutlich, wer da gerade schreibt.
  • Lege Wert auf den Anfang und das Ende des Artikels: bei einem Artikel verhält es sich wie bei einem Vortrag – sofern der Anfang und das Ende begeistern, werden die meisten Leute den Vortrag positiv in Erinnerung behalten. Bei einem Blogartikel bietet es sich zudem an, seine Leser zur aktiven Teilnahme aufzufordern, z.B. indem sie ihre Meinung zu dem gelesenen Thema in die Kommentare schreiben. Merke: wer einen Artikel kommentiert, kommt wieder!

Mein Ratschlag: Spaß und Durchhaltevermögen

Egal um welches Thema sich der Blog dreht, es wird eine Weile dauern bis man eine größere Zahl von Lesern erreicht und dadurch etwas Leben und Feedback entsteht. Wichtig ist, dass man nicht schreiben sollte um von möglichst vielen Menschen gelesen zu werden, sondern weil man Spaß daran hat, die richtige Motivation besitzt und z.B. gern etwas mit anderen teilen möchte. Sofern man seinem Blog treu bleibt und regelmäßig gute, hilfreiche oder interessante Artikel schreibt, werden die Leserzahlen von ganz allein steigen.

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