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Die "Goldene Birn" 
auf der Landstraßer Hauptstraße

Die "Goldene Birn" - heutige Anschrift Landstraßer Hauptstraße 31 - bestand bereits im 18. Jahrhundert. 
Mit der Übernahme durch Johann Stipperger  - im St. Marxer Friedhof findet man die Gruft der Familie -   vor dem Jahre 1808 begann der Aufschwung des Lokals. Bald war es weit und breit für seine gediegene Küche und die gepflegten Weine bekannt. Das war auch der Grund dafür, dass
Beethoven, sooft er auf der Landstraße wohnte, vornehmlich hier anzutreffen war. Für etwaige Besucher hinterließ er dann Zettel an seiner Wohnungstür mit der Nachricht: "Kommen S' nach, ich bin in der Birn.", die im Original im Archiv der MA 9 aufbewahrt werden. 
Hier verkehrten aber auch 
Franz Schubert, Adalbert Stifter, Nikolaus Lenau, Hoffmann von Fallersleben, Theodor von Karajan undundund.
Die "Birn" war nicht nur Gaststätte sondern auch Gasthof, woran die beiden kleinen Gedenktafeln an der Fassade des Nachfolgebaues erinnern. 1828 starb hier der griechische Freiheitskämpfer Alexander Ypsilanti , 1832 wählte Charles Thirion, heimlicher Ehemann der Rasumofskyschwägerin Lulu von Thürheim, hier den Freitod, und 1836 wohnte Honoré de Balzac für ungefähr zwei Wochen in diesem Haus, um hier seine Geliebte zu treffen.
In den Vierzigerjahren des 19. Jahrhunderts wohnte hier als Student auch der spätere Bauernbefreier Hans Kudlich.

Der dreigeschoßige Bau der "Goldenen Birn" war vor dem Umbau an dem oben gerundeten Haustor zu erkennen

Stipperger ließ den bereits vorhandenen Saal und Garten prächtig ausstatten und veranstaltete Bälle und Gartenfeste, bei denen neben vielen anderen damals prominenten Musikern Johann Strauß Vater und Sohn, Josef Strauß und Josef Lanner zum Tanz aufspielten.

Original einer Einladung zu einer Ballveranstaltung bei der Josef Lanner zum Tanz aufspielte

So wurde die "Goldene Birn" für einige Jahre zu einem der beliebtesten Balllokale Wiens.

Der prächtige Ballsaal in der "Goldenen Birn"

Nachdem die Sophiensäle 1847 eröffnet worden waren, verlagerte sich das Punlikumsinteresse auf dieses damals modernste Balletablissement, und die Goldene Birn verlor ihren Reiz. Zur selben Zeit starb Johann Stipperger, und sein Sohn Bernhard übernahm für einige Zeit das Lokal. Er verkaufte es aber bald, weil die große Zeit der Goldenen Birn vorbei war. Robert Musil setzte dem damals schon etwas schäbigen Hotel in seiner Erzählung "Der Vorstadtgasthof" ein literarisches Denkmal.
Die Besitzer wechselten häufig, und besonders in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg gab es so große wirtschaftliche Probleme, dass das Haus schließlich verkauft und zu Mitte der Dreißigerjahre abgebrochen wurde.

Die einstige Pracht der "Goldenen Birn" war inzwischen längst nur noch Geschichte