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   Jüdische Institutionen auf der Landstraße

In unserem Bezirk gab es ab 1870 eine Synagoge des Tempelvereins  Beth Hachneseth an der Anschrift Untere Viaduktgasse 13. An den letzten Rabbiner, der dort tätig war, Dr. Kalman Kupfer, geboren am 31. Jänner 1882 in Lemberg, erinnern sich noch ältere ehemalige Landstraßer, die inzwischen in den Staaten ihrer Emigration leben. Dr. Kupfer und seine Familie konnte 1938 nach Palästina emigrieren.

Weil sich die  Synagoge im Hintertrakt des Wohnhauses befand, entging sie der Brandschatzung in der sogenannten "Kristallnacht", wurde aber völlig zerstört.

Kopie des Adaptierungsplanes des Tempels des Bethausvereines für den 3. Bezirk, in Wien III, Untere Viaduktgasse 13, Juni 1932

Das erste Bethaus wurde auf Landstraßer Boden bereits 1830 vom Bethausverein Obere Landstraße im Jeiteles Stiftungshaus Steingasse 18 gegründet. Das hängt damit zusammen, dass sich die ab dem Ende der Zwanzigerjahre des 19. Jahrhunderts besonders aus Mähren zugewanderten jüdischen Familien in der Gegend um die Steingasse angesiedelt hatten.

Das Jeiteles Stiftungshaus in einer zeitgenössischen Darstellung

Es folgten Bethäuser an den Anschriften Landstraßer Hauptstraße 85, Erdbergstraße 15 (hier befand sich auch die Bibelschule des Talmud Thora Vereins), Hetzgasse 40, Löwengasse 11 (später Obere Weißgerber Straße 6-8 und zuletzt Radetzkystraße 27), Pfefferhofgasse 1A sowie Untere Viaduktgasse 9.

Erdbergstraße 15 (Ansicht vor 1938)

Da im 3. Bezirk offenbar viele bedürftige jüdische Familien lebten, gab es mehrere wohltätige Vereine: An der Anschrift Reisnerstraße 17 hatte die Jüdische Allianz zur Hilfe von Bedürftigen ihren Sitz, im Haus Obere Viaduktgasse 2 war der Israelitische Wohltätigkeitsverein daheim, das ehemalige Café Ilion-Residenz, Löwengasse 39, war die Heimstätte des Wohltätigen jüdischen Frauenvereins und an der Adresse Engelsberggasse 4 war der Unterstützungsverein der St. Marxer Lebendviehkommissäre zu finden.

Im Haus Obere Weißgerber Straße 24 war eine Heimstätte des Maimonides Instituts untergebracht. Der Turnverein Hasmonäa Makkabi in der Radetzkystraße 31, die Jüdisch-akademische Studentenverbindung Makkabäa zuerst Reisnerstraße 23 später Rechte Bahngasse 22 und der Bund jüdischer Frontsoldaten im Haus Landstraßer Hauptstraße 9 runden das Bild der Vereine für verschiedenste Interessen ab. 

Zionistische Institutionen waren die Zionistische Bezirkssektion Landstraße in Steingasse 18, die Sektion Landstraße des Zionistischen Landesverbandes Österreich im Café Lovrana, Löwengasse 39  sowie die beiden Heime der Jugendorganisation Betar in Sechskrügelgasse 6 und Untere Weißgerber Straße 52.  

Im Bereich des Schlachthofes St. Marx gab es den Berufsverband jüdischer Viehkommissäre und an den beiden Anschriften Dianagasse 6 sowie Juchgasse 32 waren koschere Fleischereien zu finden, die unter Rabbinatsaufsicht standen.

Diese  große Anzahl der verschiedensten jüdischen Organisationen, Vereine und Institutionen zeigen die Breite der Interessen "unserer vergessenen Nachbarn".