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    Das Neuling'sche Brauhaus 

Ecke Ungargasse 52und Neulinggasse 17 - damals hieß diese noch Grasgasse - befand sich die von Bruno Neuling1817 gegründete Brauerei mit  angeschlossenem Gasthaus.

"Der Neuling"

Nach seinem Tod übernahm sein Sohn Vinzenz Neuling (1795-1846) das Unternehmen und richtete hier ein Vergnügungsetablissement ein, indem er sowohl einen Saal als auch einen großen Garten mit 45 Kastanien- und 100 Akazienbäumen schuf, wo Künstler auftreten konnten.
Neuling wurde häufig wegen seiner hohen Bierpreise kritisiert, dafür verlangte er aber keine Eintrittspreise für seine musikalischen Gartenveranstaltungen.

Vinzenz Neuling
Im Garten musizierten die Orchester von Drahanek, Morelly, Fahrbach und Ballin, Joseph Lanner und Johann Strauß (Vater).
Der Neulingsche Garten, wo Franz Schubert zu Gast war

Nachdem Vinzenz Neuling 1846 gestorben war, gelangte der Besitz in Hände von August  Wedl, der die Brauerei aufließ. Zu seiner Zeit war das Etablissement durch die hier auftretenden Volkssänger  Moser und Kampf sehr beliebt.

August Wedl

In den folgenden Jahren wurden im angeschlossenen Saal häufig Bälle veranstaltet, der Landstraßer Männergesangvereinerkor das Lokal zu seinem Vereinssitz, und noch in den Fünfzigerjahren des 20. Jahrhunderts, als  Josef Schreder der Lokalbesitzer war, fanden im Saal Theatervorstellungen von Laiengruppen statt. Zu dieser Zeit verkehrten hier gerne Landstraßer Künstler wie beispielsweise die unvergessene Sängerin Maly Nagl (1893-1977) und ihr Ehemann "Wolferl", der Komponist Fritz Wolfsecker (1899-1974).

 
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